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14.10.2015

09:13 Uhr

Ikea, XXXL, Poco

Flüchtlinge lassen Nachfrage nach Billig-Betten steigen

Deutsche Kommunen bestellen tausende günstige Betten und Matratzen für Flüchtlingsunterkünfte. Laut Möbelkette XXXL führt das zu einer „deutlich erhöhten Nachfrage“. Ikea spricht von „kurzfristigen Lieferengpässen“.

Betten und Matratzen gesucht: „Deutlich erhöhte Nachfrage.“ dpa

Flüchtlingsunterkunft in Kusel

Betten und Matratzen gesucht: „Deutlich erhöhte Nachfrage.“

BerlinBetten und Matratzen dringend gesucht. Viele Möbelhäuser in Deutschland bekommen derzeit die gestiegen Nachfrage in den Kommunen nach Einrichtungen für Flüchtlingsunterkünfte zu spüren. Beim größten Möbelhändler Ikea sind nach Angaben von Unternehmenssprecherin Isolde Debus-Spangenberg derzeit vor allem günstige Matratzen und das Etagenbett „Svärta“ besonders gefragt. Das Schlichtmodell aus Metall bietet für 159 Euro Platz für zwei Schläfer.

„Kurzfristige Lieferengpässe“ bei besonders nachgefragten Produkten seien möglich, teilte der schwedische Möbelriese mit. Derzeit werde zusammen mit Herstellern aus Europa mit Hochdruck daran gearbeitet, das bislang in China gefertigte Bettgestell in jedem der bundesweit 50 Ikea-Läden wieder verfügbar zu machen.

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Bei der österreichischen Möbelkette XXXL – mit bundesweit 36 Einrichtungshäusern die Nummer zwei im deutschen Möbelhandel – berichtete Sprecher Julian Viering über eine „deutlich erhöhte Nachfrage“ nach Bettzeug, Tischen, Stühlen und Schränken. Das Unternehmen sei jedoch in der Lage, auch große Stückzahlen kurzfristig zu liefern.

Gegenwärtig wollten einzelne Kommunen wie etwa die Stadt Gelsenkirchen gleich „tausend Betten auf einen Streich“ beziehen, berichtet Thomas Horschler für den Möbel-Discounter Poco. Hintergrund der Engpässe in einzelnen Bereichen wie etwa Betten seien mangelnde Kapazitäten bei einigen Herstellern.

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