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07.10.2011

16:02 Uhr

Immobilienpaket der LBBW

Deutsche Wohnen ist aus dem Rennen

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) kommt beim Verkauf ihrer mehr als 20.000 Wohnungen voran. Die Deutsche Wohnen kommt allerdings nicht zum Zug, offenbar weil sie die Verpflichtung zur Vertraulichkeit verletzt hat.

Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in Stuttgart vorbei. dpa

Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in Stuttgart vorbei.

FrankfurtIm Rennen um das milliardenschwere Immobilienpaket der LBBW lichten sich die Reihen. Die börsennotierte Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen wurde aus dem Interessentenpool aussortiert, wie mit der Sache vertraute Personen beider Seiten der Nachrichtenagentur Reuters sagten.

Grund sei, dass das Berliner Unternehmen zu viele Informationen über den Prozess gestreut und damit die Verpflichtung zur Vertraulichkeit verletzt hätten. Deutsche Wohnen wollte sich nicht dazu äußern.

Die LBBW kommentierte einzelne Namen nicht. Ein Sprecher sagte lediglich, die Bank sei mit dem Verlauf des Bieterverfahrens für die rund 21.000 Wohnungen in Baden-Württemberg „sehr zufrieden“. Es gebe eine Reihe von attraktiven vorläufigen Angeboten. „Die Datenraumphase wird nun mit einer Reihe von Bietern eröffnet.“ Gleichzeitig würden in diesen Tagen Absagen an diejenigen Bieter verschickt, deren Angebote nicht ausreichend gewesen seien.

Nicht nur Deutsche Wohnen hatte Insidern zufolge eine Offerte abgegeben, auch der Augsburger Konkurrent Patrizia Immobilien, ein lokales Konsortium um die Stadt Stuttgart sowie die Finanzinvestoren Blackstone und Cerberus. Carlyle habe letztlich nicht mitgeboten.

Offiziell äußert sich keine der genannten Parteien zum Verkaufsprozess, der nach dem Willen der LBBW bis zum Jahresende abgeschlossen sein soll.

Mindestens eines der Angebote lag nach Reuters-Informationen deutlich unter 1,2 Milliarden Euro. Zuletzt war in der Branche für das Paket immer wieder ein Preis von 1,5 Milliarden genannt worden. Die LBBW selbst macht ein Geheimnis aus ihren Preisvorstellungen.

Die LBBW muss sich auf EU-Geheiß von ihren 21.500 Wohnungen und 300 Mitarbeitern trennen, der Wert wird in der Branche auf 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro taxiert.

Von

rtr

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