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09.09.2014

08:36 Uhr

In den kommenden drei Wochen

Lokführer sehen von Warnstreiks ab

Nach einem Warnstreik am vergangenen Samstag gibt es Entwarnung: Die Lokführergewerkschaft GDL will offenbar in den kommenden drei Wochen auf Warnstreiks verzichten. Von einem Arbeitskampf wird dennoch nicht abgesehen.

Streikende Lokführer vor dem Frankfurter Hauptbahnhof: Wegen eines Warnstreiks hatte es am Samstag Zugausfälle und Verspätungen im Regional- und Fernverkehr der Bahn gegeben. dpa

Streikende Lokführer vor dem Frankfurter Hauptbahnhof: Wegen eines Warnstreiks hatte es am Samstag Zugausfälle und Verspätungen im Regional- und Fernverkehr der Bahn gegeben.

BerlinDie Lokführergewerkschaft GDL will einem Medienbericht zufolge in den nächsten knapp drei Wochen auf Warnstreiks verzichten. Dies berichtete die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (Dienstag) unter Berufung auf Gewerkschaftskreise. Danach allerdings stehe voraussichtlich ein länger andauernder Arbeitskampf bevor. Die GDL will demnach gegen Ende der Woche den Weg zur Urabstimmung frei machen. Für deren Dauer – rund 14 Tage – wolle die GDL auf weitere Protestaktionen verzichten. Vergangenen Samstag hatte ein dreistündiger Warnstreik der Lokführer die Reisepläne von Zehntausenden Bahnfahrern durchkreuzt.

Spartengewerkschaften

Spartengewerkschaften – die mit der großen Macht

Klein, aber schlagkräftig: Im Luftverkehr, aber auch bei der Bahn und bei Medizinern gibt es einflussreiche Spartengewerkschaften, deren Arbeitskämpfe häufig weitreichende Folgen für die Bürger haben. Einige Beispiele.

Vereinigung Cockpit

Der „Verband der Verkehrsflugzeugführer und Flugingenieure in Deutschland“ setzt sich für die Interessen von rund 9300 Cockpit-Besatzungsmitgliedern aus allen deutschen Airlines und von Verkehrshubschrauberführern ein.

Gewerkschaft der Flugsicherung

Zu den etwa 3900 Mitgliedern gehören Lotsen in den Towern, bei der militärischen Flugsicherung und bei den Vorfeldkontrollen.

Unabhängige Flugbegleiter Organisation

Nach eigenen Angaben ist sie die einzige deutsche Gewerkschaft, die sich ausschließlich für das fliegende Kabinenpersonal einsetzt. Die Ufo hat gut 10.000 Mitglieder.

Arbeitnehmergewerkschaft im Luftverkehr

Die erst Ende 2012 gegründete Gruppierung gilt als neuer Machtfaktor im Lufthansa-Konzern. Nach eigenen Angaben vertritt sie alle Beschäftigten von Fluggesellschaften, Airportbetreibergesellschaften und Dienstleistungsunternehmen mit Bezug zur Luftfahrtbranche.

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Sie hat rund 34.000 Mitglieder und ist Tarifpartner der Deutschen Bahn und mehrerer Privatbahnen. Nach eigenen Angaben organisiert sie mehr als 80 Prozent der Lokomotivführer und zahlreiche Zugbegleiter.

Marburger Bund

Die nach eigenen Angaben einzige tariffähige Ärztegewerkschaft in Deutschland kämpft unter anderem für bessere Arbeitsbedingungen ihrer rund 115.000 Mitglieder in Kliniken.

Von

dpa

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