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16.01.2014

13:02 Uhr

Initiative in USA gescheitert

Amazon-Mitarbeiter bleiben ohne Gewerkschaft

Die Mitarbeiter des Versandriesen Amazon bleibe in den USA vorerst unorganisiert. Ohnehin wären nur wenige Beschäftigte betroffen gewesen. Auch in Deutschland demonstrieren Mitarbeiter für Gewerkschaftsschutz.

Im Dezember solidarisierten sich Amazon-Mitarbeiter in den USA mit den Protestlern in Deutschland. dpa

Im Dezember solidarisierten sich Amazon-Mitarbeiter in den USA mit den Protestlern in Deutschland.

SeattleAmazon muss sich in den USA weiterhin mit keiner Gewerkschaft auseinandersetzen. Der erste Versuch von Mitarbeitern, sich zu organisieren, scheiterte am Mittwoch. Eine Gruppe von Technikern des Logistikzentrums in Middletown im US-Bundesstaat Delaware lehnte es letztlich mehrheitlich ab, der Gewerkschaft IAW beizutreten. Ganz im Gegensatz zu Deutschland gibt es in den USA bisher keine Angestellten beim weltgrößten Online-Händler, die gemeinschaftlich einer Arbeitnehmer-Organisation angehören.

Die Bemühungen in Delaware waren die ersten dieser Art und hätten lediglich 40 der 1500 Beschäftigten betroffen. Ihre Entscheidung, sich doch nicht der IAW anzuschließen, hat zur Folge, dass mindestens für ein Jahr keine weitere Abstimmung in Middletown über eine solche gewerkschaftliche Organisierung erfolgen darf. In den USA gibt es mehr als 40 Logistikzentren, in denen die über die Internetseite verkauften Waren verpackt und weitergeleitet werden.

Größte Einzelhändler weltweit (Umsatz 2012)

Platz 10

Best Buy (USA)

Die US-Amerikaner aus Richfield, Minnesota, sind einer der führenden Anbieter für Unterhaltungselektronik. Der Umsatz im Jahr 2012 betrug 50,7 Milliarden Dollar.

Platz 9

Walgreens (USA)

Mit rund 7.000 Filialen in den USA und Puerto Rico, von denen ein Drittel 24 Stunden am Tag geöffnet sind, schafft es Walgreens unter die zehn größten Einzelhändler. Am Hauptsitz in Deerfield, Illinois, konnte man sich 2012 über einen Umsatz von 71,6 Milliarden Dollar freuen.

Platz 8

Home Depot (USA)

Die Amerikaner bezeichnen sich selbst als größte Baumarktkette der Welt. Was den Umsatz angeht, haben sie recht. Mit rund 74,8 Milliarden Dollar kann keine andere Baumarktkette mitthalten.

Platz 7

Tesco (Großbritannien)

Die blau-weiße Handelskette aus Cheshunt gehört schon seit Jahren zu den größten Supermarktkonzernen. Weltweit beschäftigen die Briten 520.000 Mitarbeiter und machten 2012 einen Umsatz in Höhe von 83,5 Milliarden Dollar. Das US-Geschäft mit 5.000 Beschäftigen will Tesco abstoßen.

Platz 6

Metro (Deutschland)

Der deutsche Handelsriese aus Düsseldorf ist der drittgrößte Einzelhändler Europas. International erreicht der Dax-Konzern mit einem Umsatz von 87,8 Milliarden Dollar im Jahr 2012 ebenfalls einen Spitzenplatz, auch wenn das Unternehmen mit Schwierigkeiten kämpft.

Platz 5

Kroger

Was als kleiner Lebensmittelladen in Cincinnati begann, ist mittlerweile einer der größten Supermarktketten der Welt. Im Jahr 2012 setzte der Lebensmittelhändler 96,8 Milliarden Dollar um.

Platz 4

Costco Wholesale (USA)

Die 500 Cash&Carry-Märkte der US-Großhandelskette sind in den USA weit verbreitet. Der Hauptsitz liegt in der Kleinstadt Issaquah bei Seattle im Bundesstaat Washington. Mit 99,1 Milliarden Dollar fiel der Umsatz auch 2012 gigantisch aus.

Platz 3

Carrefour (Frankreich)

Kein europäischer Einzelhändler ist größer als Carrefour. Mit fast 500.000 Mitarbeitern weltweit machten die Franzosen im Jahr 2011 einen Umsatz von 104 Milliarden Dollar.

Platz 2

CVS Caremark (USA)

In der Kleinstadt Woonsocket im US-Bundesstaat Rhode Island ist die drittgrößte Handelskette der Welt beheimatet. Der Drogerie- und Pharmahändler setzten im Jahr 2012 rund 123 Milliarden Dollar um.

Platz 1

Walmart (USA)

Unangefochten an der Spitze bleibt der Handelsgigant aus Bentonville, Arkansas. Gigantische 443,85 Milliarden Dollar setzte der Konzern 2012 um - bei einem Gewinn von 15,7 Milliarden Dollar. Weltweit beschäftigt der Konzern mehr als zwei Millionen Mitarbeiter.

Quelle: Eigene Recherche.

Amazon lehnt es in den USA ab, dass sich die Mitarbeiter Arbeitnehmervertretungen anschließen. Die US-Gewerkschaften kämpfen seit Jahren mit einem Mitgliederschwund. Die IAW hatte sich vom Beitritt der Amazon-Mitarbeiter einen Schub für ihre Bemühungen erhofft, neue Anhänger anzuwerben.

In Deutschland sind im vergangenen Jahr regelmäßig Angestellte von Amazon in den Ausstand getreten, um ihren Forderungen nach höheren Löhnen Nachdruck zu verleihen. Hierzulande sind rund 9000 fest angestellte Mitarbeiter für den US-Konzern tätig. Weltweit sind es fast 90.000.

Von

rtr

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