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09.07.2014

12:11 Uhr

„Initiative Tierwohl"

Schweinefleisch könnte teurer werden

Der Name ist Programm: Die „Initiative Tierwohl“, ein Gemeinschaftsprojekt der Land- und Fleischwirtschaft und des Einzelhandels, mahnt eine bessere Haltung von Mastschweinen an. Das könnte Folgen für den Preis haben.

Arme Schweine: Die „Initiative Tierwohl" fordert mehr Geld, um eine artgerechtere Haltung der Tiere zu ermöglichen. dpa

Arme Schweine: Die „Initiative Tierwohl" fordert mehr Geld, um eine artgerechtere Haltung der Tiere zu ermöglichen.

DüsseldorfVerbraucher müssen einem Bericht zufolge ab dem kommenden Jahr im Supermarkt möglicherweise mehr Geld für Schweinefleisch bezahlen. Mit den Zusatzeinnahmen könnte das „Initiative Tierwohl“ genannte Projekt für eine bessere Haltung von Mastschweinen finanziert werden, berichtete die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ am Mittwoch. Land- und Fleischwirtschaft sowie der Lebensmitteleinzelhandel hätten ihre Arbeiten an der Initiative abgeschlossen und bereits dem Bundeskartellamt zur Prüfung vorgelegt. Sollte die Behörde bald grünes Licht geben, könne das Projekt schon 2015 starten.

Kern des Projekts ist ein Fonds, aus dem Bauern einen Zuschuss dafür erhalten, dass sie ihre Tiere gut behandeln. Gefüllt werden solle der Geldtopf, für den ein Volumen von 195 Millionen Euro vorgesehen sei, von den Konzernen des Lebensmittelhandels.

Ob und in welchem Umfang diese die Kosten auf den Fleischpreis umlegen würden, stehe jedem Unternehmen frei. Rechnerisch wären der Zeitung zufolge die Zusatzkosten für die Konzerne gedeckt, wenn sie ihre Preise für frisches Schweinefleisch und Wurstwaren um vier Cent je Kilo anheben würden.

Von

dpa

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