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07.09.2013

12:54 Uhr

Insolvente Baumarktkette

Hellweg zeigt offenbar Interesse an Max Bahr

Ein Käufer für Max Bahr? An der insolventen Baumarktgruppe ist offenbar ein Konsortium um den Konkurrenten Hellweg interessiert. Doch auch ein britischer Konzern wird als Interessent gehandelt.

Verhandlungen über die Zukunft: Der Insolvenzverwalter des insolventen Baumarkt-Konzerns Praktiker sucht einen Käufer für deren Tochter Max Bahr. dpa

Verhandlungen über die Zukunft: Der Insolvenzverwalter des insolventen Baumarkt-Konzerns Praktiker sucht einen Käufer für deren Tochter Max Bahr.

HamburgEin Konsortium der Dortmunder Baumarktgruppe Hellweg und des Wuppertaler Einkaufsbüros deutscher Eisenhändler (EDE) hat einem Medienbericht zufolge Interesse an einer Übernahme der insolventen Baumarktkette Max Bahr. Nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ will die Insolvenzverwaltung die Interessenten bereits an diesem Montag (9.9.) dem vorläufigen Gläubigerausschuss der Praktiker-Tochter vorstellen. Neben dem Konsortium werde auch der britische Baumarktkonzern Kingfisher als Interessent gehandelt. Hellweg war am Samstag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Dem Bericht zufolge haben Hellweg und Praktiker ihren Einkauf zu Beginn des Jahres gebündelt. Die Unternehmerfamilie Trautwein, der EDE gehört, sei wiederum über die Etris-Bank einer der Kreditgeber, an die Max Bahr vor der Insolvenz als Sicherheit verpfändet wurde. In der vergangenen Woche war die Suche nach einem Investor für den ebenfalls insolventen Mutterkonzern Praktiker gescheitert. Unter der Marke Max Bahr werden insgesamt 132 Märkte geführt - 54 ehemalige Praktiker-Filialen waren erst in den vergangenen Monaten umgeflaggt worden.

Am Mittwoch hatten die Insolvenzverwalter mitgeteilt, dass der angestrebte Verkauf von Praktiker als Ganzes oder in großen Teilen gescheitert ist. Die Kette verschwindet damit vom deutschen Markt. Es gebe jedoch Interesse von Investoren an einzelnen Filialen, vor allem an Standorten der 2007 übernommenen Tochter Max Bahr.

In 130 Praktiker-Märkten soll der Warenbestand von Ende nächster Woche an zu Sonderpreisen verkauft werden. In einem Teil des Filialnetzes war die Insolvenzverwaltung schon im August nicht mehr um diesen Schritt herumgekommen. Weitere Räumungen seien nötig, weil mögliche Investoren – unter ihnen Mitbewerber wie branchenfremde Unternehmen – sonst kein Interesse an einer Übernahme haben dürften, schätze der vorläufige Insolvenzverwalter Christopher Seagon.

Von

dpa

Kommentare (2)

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BLI

08.09.2013, 21:08 Uhr

Max Mahr sollte die Tugenden des diskountierenden Handels
nicht verlassen: Sortimentskompetenz, Preisführerschaft, Kostenführerschaft und Service und immer die Sicht vom Kunden

CHRI

09.09.2013, 08:56 Uhr

Richtig BLI, aber Preisführerschaft? Das hatte jemand für sich beansprucht, den es bald nicht mehr gibt. Viel wichtiger ist der Service, denn da gebe ich auch gerne einen Euro mehr aus. Und der Weg ist der richtige: Ladehilfe, der rote Navigator, freundliche Mitarbeiter - DAS ist es, was einen guten Baumarkt ausmacht. Und das bekommt Max Bahr immer besser hin.

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