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11.07.2014

19:36 Uhr

Insolvente Buchhandelskette

Weltbild verhandelt über weitere Schließungen

Die Verhandlungen mit dem Finanzinvestor Paragon über einen Einstieg bei Weltbild ziehen sich hin. In welchem Umfang das Filialgeschäft erhalten bleibt, ist derzeit unklar – weitere Schließungen stehen im Raum.

Hoffnung für Mitarbeiter

Investor Paragon rettet Weltbild - oder?

Hoffnung für Mitarbeiter: Investor Paragon rettet Weltbild - oder?

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MünchenDer insolvente Medienkonzern Weltbild könnte seine Buchhandelskette mit deutlich mehr als 1.000 Mitarbeitern noch stärker verkleinern als bisher bekannt. Die bereits beschlossene Schließung von 53 der im Frühjahr noch 220 Filialen ist möglicherweise nicht das Ende der Fahnenstange, wie der zuständige Sanierungsexperte Christoph Schotte am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters sagte. „Darüber hinaus verhandeln wir über weitere Schließungen.“ Statt der bisher geplanten Zahl von 167 könnten am Ende lediglich 149 Geschäfte übrig bleiben. Darüber liefen Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern. „Was am Ende herauskommt, sehen wir, wenn der Prozess abgeschlossen ist.“

Weltbild beschäftigt nach Angaben des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz derzeit rund 2.100 Mitarbeiter, davon mehr als die Hälfte in den Buchfilialen. Hinzu kommen weitere Beschäftigte, die nur befristet eingestellt oder bereits gekündigt sind. Die katholische Kirche hatte ihrem verlustreichen Medienkonzern im Januar den Geldhahn zugedreht. Nach der Insolvenz der Muttergesellschaft, die unter anderem das Versandhaus betreibt, suchten im Februar auch die Ladengeschäfte Schutz vor den Gläubigern. Diese gaben am Freitag grünes Licht für die Sanierung der Filialen.

Die beliebtesten deutschen Händler

Quelle

Die Beratungsfirma OC&C hat 30.000 Kunden in neun Ländern befragt. Die hier gezeigten Ergebnisse beziehen sich auf Deutschland. Die Kunden wurden unter anderem zu Preisen, Qualität, Service und Markenvertrauen befragt. Maximal waren 100 Punkte zu erreichen, ein Wert von mehr als 75 gilt als „sehr gut“.
Stand der Veröffentlichung: Dezember 2013.

Platz 10

bonprix
Mode
Indexwert: 77,9 (plus 1,9 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 9

Otto
Multisortimenter
Indexwert: 77,9 (minus 0,1 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 8

Globus
Lebensmittel
Indexwert: 78,1 (minus 2,3 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 7

Tchibo
Multisortimenter
Indexwert: 79 (minus 1,0 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 6

Rossmann
Drogerie
Indexwert: 79,6 (plus 0,8 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 5

Müller
Drogerie
Indexwert: 80,0 (plus 2,2 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 4

Thalia
Bücher
Indexwert: 81 (minus 1,4 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 3

Douglas
Drogerie
Indexwert: 81,1 (plus 2,7 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 2

Amazon
Multisortimenter
Indexwert: 82,5 (minus 7,7 Punkte gg. Vorjahr)

Platz 1

dm
Drogerie
Indexwert: 84,2 (minus 1,3 Punkte gg. Vorjahr)

Im Mai hatte Insolvenzverwalter Geiwitz den Münchner Finanzinvestor Paragon Partners als rettenden Investor für den Gesamtkonzern präsentiert. Paragon sagte einen Erhalt des Filialgeschäfts zu und sollte sich mit 51 Prozent an Weltbild beteiligen, während die Gläubiger 49 Prozent übernehmen sollten. Doch die Verhandlungen mit Paragon ziehen sich hin, mittlerweile sprechen beide Seiten über ein geändertes Angebot des Investors. Details dazu wurden nicht veröffentlicht.

Weltbild war zu einem der größten Buchkonzerne Deutschlands aufgestiegen, der – gemeinsam mit seinem früheren Partner Hugendubel – mit den Rivalen Thalia und Amazon um die Vorherrschaft kämpfte. Doch Weltbild verlor zunehmend an Boden. Die Augsburger mussten schließlich einräumen, das Tempo des digitalen Wandels in der Branche unterschätzt zu haben.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Christian Hirsch

11.07.2014, 20:34 Uhr

Möge der kleine tapfere Weltbild Verlag überleben und besonders die Filiale in Wiesbaden.
Ich hoffe die katholische Zensur ist aufgehoben und man bekommt wieder alles.
Auch diese Erotik Sachen.

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