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14.03.2012

12:14 Uhr

Insolvente Drogeriekette

Schlecker veröffentlicht Filial-Schließliste

Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hat bekannt gegeben, welche mehr als 2000 Filialen schließen werden. Das Aus für die betroffenen Geschäfte kommt sehr schnell.

Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hat die Filialschließungen bekanntgegeben. dapd

Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hat die Filialschließungen bekanntgegeben.

EhingenFür gut 2000 Schlecker-Märkte kommt das Aus: Die insolvente Drogeriekette hat am Mittwoch eine Liste mit den Filialen veröffentlicht, die geschlossen werden sollen. Es handle sich um eine vorläufige Liste, bei der sich noch Änderungen ergeben könnten, teilte das Unternehmen mit. Die Schließung der Märkte auf der Liste gilt aber als sicher. Sie beginnen nach Informationen der Nachrichtenagentur dapd ab sofort mit einem Räumungsverkauf mit 30 Prozent Rabatt auf alle Produkte, die keiner Preisbindung unterliegen.

Die betroffenen Märkte wurden per Fax unterrichtet. „Wir müssen Ihnen heute leider mitteilen, dass Ihre Verkaufsstelle nach vorläufigem Stand zum 24. März 2012 geschlossen wird“, heißt es dort.

Von derzeit etwa 5.400 Schlecker-Filialen sollen nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz 3.120 Märkte erhalten bleiben. 282 Verkaufsstellen würden noch einmal überprüft. Ursprünglich war von 2.400 Filialen die Rede, die geschlossen werden sollten. Etwa 12.000 Mitarbeitern soll die Kündigung ausgesprochen werden.

Vollständige Standortliste: Welche Filialen Schlecker schließt

Vollständige Standortliste

Welche Filialen Schlecker schließt

In der 40 Seiten langen Übersicht finden sich Märkte von Aachen bis ins niederbayerische Zwiesel.

Die Schließung der Märkte bedeutet jedoch nicht gleichzeitig die Kündigung der dort beschäftigten Mitarbeiter. „Die wirtschaftlich unvermeidlichen Entlassungen werden einem Sozialplan folgen, dessen Ausgestaltung noch Teil der aktuell laufenden Gespräche zwischen dem vorläufigen Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und dem Schlecker-Gesamtbetriebsrat sowie der Gewerkschaft ver.di ist“, teilte das Unternehmen weiter mit.

Kommentare (10)

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ReTerraMar

14.03.2012, 12:23 Uhr

Vielleicht gibt es eine Möglichkeit Filialen welche von der Schließung betroffen sind, ähnlich dem Franchise-System McD o. B. King weiter existieren zu lassen? Überlegung wäre es doch wert, oder?
P. Eppinger
www.reterramar.com

Rolf

14.03.2012, 12:41 Uhr

Antares34
Jetzt wäre die Gelegenheit für Ver.di zu zeigen was in
ihnen steckt. In dem sie den Schlecker Mitarbeiterinnen
mit einer Bürgschaft unter die Arme greifen würden.
Denn Ver.di hat auch eine Mitschuld an der Pleite.

btw

14.03.2012, 12:51 Uhr

Nicht nur das: mal abwarten, welche Forderungskataloge da zusammengeschnürt werden sollten.
Überfliegt man das Listing wird schnell klar, daß es hier auch um Entsorgung fehlenden Monitorings bei der Filialführung gehen könnte.
Dafür ist das Insolvenzrecht allerdings nicht da, könnte dem einen oder der anderen durch den Sinn gehen.

Ausgereizt jedenfalls wirkt das alles nicht: neue Ideen braucht Schlecker und nicht ein "weiter so" auf dem alten Mist!

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