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11.07.2012

13:54 Uhr

Insolvente Flugkonzern

American Airlines sucht Partner

Der Mutterkonzern von American Airlines sucht einen Partner für die angeschlagene Fluggesellschaft. Gläubiger und Gewerkschaften hatten eine Fusion mit gefordert. Mindestens fünf Interessenten sind im Gespräch.

Die US-Gesellschaft American Airlines sucht Rettung in einer Fusion. dapd

Die US-Gesellschaft American Airlines sucht Rettung in einer Fusion.

New YorkDie drittgrößte US-Fluggesellschaft American Airlines sondiert in ihrem Gläubigerschutzverfahren die Möglichkeit für einen Zusammenschluss mit einem Rivalen. Für eine Partnerschaft kämen mindestens fünf Fluggesellschaften infrage und würden kontaktiert, verlautete am Dienstagabend aus mit der Situation vertrauten Kreisen. Dabei handele es sich um US Airways, JetBlue Airways, Alaska Air Group, Republic Airways mit seiner Marke Frontier Airlines sowie Virgin America.

Die American-Airlines-Muttergesellschaft AMR könne dabei auch als Käufer auftreten, hieß es. Dass ein Partner an Bord geholt werden könnte - noch während des Gläubigerschutzverfahrens - hatte das Unternehmen bereits im Mai bekanntgegeben. Bei einem Treffen des Managements mit Gläubigern am Dienstag wurden den Informationen nach diese Optionen verkündet.

Zunächst würden die Pläne mit den Gläubigern besprochen, hieß es in den Kreisen. Dann würden in den kommenden Wochen die Interessenten angesprochen. Es wird auch nicht ausgeschlossen, dass ausländische Fluggesellschaften Interesse haben.

In einem Brief an die Mitarbeiter teilte American-Chef Tom Horton mit, es bestehe mehr Klarheit über die Einnahmen. Deswegen könne ein solcher Schritt geprüft werden. Namen wurden aber offiziell nicht genannt. Die Gewerkschaften haben sich vor längerem für einen Zusammenschluss mit US Airways ausgesprochen. Der Rivale legte aber keine Offerte vor, erklärte aber nun, man begrüße die Entwicklung. US Airways arbeitet in der Luftfahrtallianz Star Alliance mit der Lufthansa zusammen. Zudem ist der deutsche Konzern an JetBlue beteiligt.

Mit der Kehrtwende im Frühjahr, doch eine Partnerschaft zu prüfen, reagierte AMR auf den steigenden Druck vonseiten der Gewerkschaften und Gläubiger. Diese plädieren für einen Zusammenschluss statt den Umbau alleine zu schaffen. AMR beantragte Ende November Gläubigerschutz für sich und die Tochter. Hauptgrund waren die ausufernden Personalkosten. Geplant sind daher massive Stellenstreichungen.

Von

rtr

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