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15.01.2014

16:32 Uhr

Insolvente Verlagsgruppe

Bayern verspricht staatliche Hilfen für Weltbild-Mitarbeiter

Für Weltbild selbst hat die bayrische Regierung Staatshilfen ausgeschlossen, Mitarbeiter sollen aber bei Bedarf staatliche Unterstützung bekommen. Allein am Stammsitz sind beim insolventen Verlag 2200 Stellen bedroht.

Der Augsburger Weltbild-Verlag hatte vor gut einer Woche Insolvenz angemeldet, nachdem die katholische Kirche ihm überraschend den Geldhahn zugedreht hatte. dpa

Der Augsburger Weltbild-Verlag hatte vor gut einer Woche Insolvenz angemeldet, nachdem die katholische Kirche ihm überraschend den Geldhahn zugedreht hatte.

Augsburg/KreuthDie bayerische Arbeitsministerin Emilia Müller (CSU) sichert den Mitarbeitern der insolventen Weltbild-Verlagsgruppe für den Bedarfsfall staatliche Unterstützung zu. Instrumente wie der Europäische Sozialfonds und der Arbeitsmarktfonds stünden bereit, falls es zu einer Transfergesellschaft komme. Die CSU-Politikerin forderte am Mittwoch in Wildbad Kreuth jedoch zunächst den Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz auf, dem katholischen Verlag eine Zukunft zu ermöglichen.

„Es ist Aufgabe des Insolvenzverwalters, ein tragfähiges Konzept zu erstellen, um die Fortführung des Unternehmens zu ermöglichen und die Arbeitsplätze zu sichern. Ich hoffe sehr, dass das gelingt“, sagte Müller der Nachrichtenagentur dpa. Müller und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) werden an diesem Donnerstag in Augsburg mit Geiwitz, Kirchenvertretern, Belegschaft und Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) über die Lage bei Weltbild sprechen. Aigner hatte Staatshilfe für das Unternehmen selbst ausgeschlossen.

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Deutscher Buchhandel

Der Online-Händler Amazon hat den Buchhandel auch in Deutschland durcheinandergewirbelt und unter Druck gesetzt. Laut Bundesverband der Versandbuchhändler hat Amazon etwa 1,6 Milliarden Euro Umsatz mit Büchern gemacht und damit drei Viertel Anteil am Online-Geschäft.
Insgesamt setzte der Buchhandel 9,6 Milliarden Euro (allen Zahlen für 2012) um, davon die Hälfte im stationären Handel.

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Weltbild gehört zwölf Bistümern, dem Verband der Diözesen Deutschlands und der Soldatenseelsorge Berlin. Allein am Stammsitz Augsburg sind die Jobs von 2200 Mitarbeitern bedroht.

Von

dpa

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