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12.12.2014

10:20 Uhr

Insolvenz von Yi-Ko

Filialen von Burger King sollen wieder öffnen

Endlich eine positive Meldung für Burger King: Die 3000 Beschäftigten der ehemaligen Betreibergesellschaft dürfen darauf hoffen, ihren Job zu behalten. Die geschlossenen Filialen sollen wieder den Betrieb aufnehmen.

89 Filialen von Burger King wurden nach dem Aus des Franchisenehmers Yi-Ko vorübergehend geschlossen. Bald soll der Betrieb wieder laufen dpa

89 Filialen von Burger King wurden nach dem Aus des Franchisenehmers Yi-Ko vorübergehend geschlossen. Bald soll der Betrieb wieder laufen

DüsseldorfNach der Insolvenz der Betreibergesellschaft des größten deutschen Burger-King-Franchisenehmers Yi-Ko gibt es Hoffnung für die 3000 Beschäftigten. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, sollen die 89 geschlossenen Filialen bereits in der kommenden Woche wieder eröffnen.

Das deute sich nach ersten Gesprächen zwischen Insolvenzverwalter Marc Odebrecht und Burger King. „Wir hoffen, dass die Restaurants schon in der kommenden Woche wieder öffnen“, bestätigte das Unternehmen dem Magazin.

Nachdem sich Burger King von seinem bis dato größten Franchisenehmer getrennt hatte, musste der vor einigen Tagen Insolvenz anmelden. In den von einer Tochtergesellschaft von Yi-Ko betriebenen Filialen waren im Zuge der Wallraff-Recherche die größten Hygienemängel und arbeitsrechtliche Missstände festgestellt worden.

Die zehn größten Gastronomiebetriebe Deutschlands

Platz 10

Aral

Die Tankstellenkette erzielte laut Deutschem Fachverlag im Jahr 2012 einen Umsatz von 175,8 Millionen Euro mit seinen „Petit Bistro“-Verkaufsstellen in 1084 Tankstellen. Damit gab es Stagnation im Vergleich zum Vorjahr.

Platz 9

Ikea

Vom Skandal um Pferdefleisch in den beliebten Hackfleischbällchen „Köttbullar“ war im vergangenen Jahr noch nicht die Rede. Die Restaurants in den 46 Ikea-Möbelhäusern konnten 1012 einen Umsatz von 179 Millionen Euro verbuchen, ein Plus von etwa 2,5 Prozent.

Platz 8

SSP Deutschland

Der Betreiber von Restaurants und Geschäften in Bahnhöfen und Flughäfen musste einen leichten Umsatzrückgang um drei Millionen auf 182 Millionen Euro verkraften.

Platz 7

Subway

Die Zahl der Filialen der Sandwich-Kette ging zwar leicht um 12 auf 600 zurück im Jahr 2012. Doch der Umsatz konnte geschätzt um zehn auf 185 Millionen Euro zulegen.

Platz 6

Yum Restaurants

In China kämpft der Yum-Konzern mit Umsatzrückgängen bei seiner Marke Kentucky Fried Chicken, nachdem Nachrichten über minderwertiges Hühnerfleisch die Runde gemacht hatten. Auch die Pizza-Hut-Kette und Taco Bells gehören zum Unternehmen. In Deutschland baute Yum die Zahl der Filialen im Jahr 2012 um 16 auf 157 aus und steigerte den Umsatz um mehr als zehn Prozent auf 199 Millionen Euro. Das reichte für Rang 6 statt Rang 7 im Vorjahr.

Platz 5

Nordsee

Unter den größten fünf Unternehmen gab es keine Veränderung. Die Nordsee-Fischrestaurants machten 291 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2012 ein Rückgang um zehn Millionen Euro. Auch die Zahl der Filialen ging zurück auf 336 Restaurants (Vorjahr: 345).

Platz 4

Autobahn Tank & Rast

Insgesamt 392 Raststätten an Autobahnen betreibt das Unternehmen. Der Umsatz belief sich 2012 geschätzt auf 599 Millionen Euro. Damit gelang nur ein minimales Plus.

Platz 3

LSG Lufthansa Service

Der Caterer der Fluggesellschaft Lufthansa steigert den Umsatz um etwas mehr als zwei Prozent auf 730 Millionen Euro.

Platz 2

Burger King

Die Fast-Food-Kette hat 700 Restaurants (Vorjahr: 696) und legte 2012 geschätzt beim Umsatz um etwas mehr als fünf Prozent auf 833 Millionen Euro zu. Das reichte nicht, um sich näher an den Erzrivalen heranzupirschen …

Platz 1

McDonald’s

… der unangefochten auf Rang 1 liegt. Mit 1440 Restaurants setzt McDonald’s 3,25 Milliarden Euro um und wuchs prozentual zwar langsamer als Burger King. Doch absolut legte der Umsatz um 52 Millionen Euro zu. Allerdings sackte die Zahl der Gäste unter die 2011 noch geknackte Marke von eine Milliarde.

Durch die neuen Entwicklungen stünden die Chancen gut, dass bis Mitte Februar eine dauerhafte Lösung über den Einstieg eines neuen Investors gefunden werde, schreibt die Wirtschaftswoche. Zu diesem Zeitpunkt endet das vorläufige Insolvenzverfahren.

Derweil gab es offenbar schon Interessenten für einen Einstieg, noch bevor die Betreibergesellschaft von Yi-Ko Insolvenz anmeldete. Wie aus dem Unternehmensumfeld von Burger King verlautet, soll der Unternehmer und Investor Felix Happel Interesse an einem Einstieg signalisiert haben. Felix Happel ist der Sohn von Otto Happel, dem Erben des Maschinenbauers Gea.

Der Deal schien laut Wirtschaftswoche bereits perfekt, die Yi-Ko Holding als Franchisenehmer und Burger King hatten daher einen für Montag anberaumten Gerichtstermin verschoben, heißt es in dem Bericht.

Auch ein Notartermin war nach Informationen der WirtschaftsWoche bereits für vergangenen Dienstag angesetzt. Doch bei der Übernahme der Anteile von Yi-Ko-Eigner Alexander Kolobov sollte auch noch ein Juniorpartner mit Gastronomieerfahrung beteiligt werden. Dabei gab es offenbar Probleme, die Lösung platzte in letzter Minute.

Kommentare (3)

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Herr wulff baer

12.12.2014, 11:19 Uhr

Das war ja wohl vorauszusehen, dass diese Schimmelbuden wieder geöffnet werden.
Solange in diesen Drecksbuden keine offizielle, amtliche gesundheitliche Unbedenklichkeitsbescheinigung hängt, werde ich diese "Restaurants" nicht wieder betreten.

Herr Gordon Gekko

12.12.2014, 12:24 Uhr

Und wie oft waren Sie in diesen "Restaurants" bevor der Skandal aufgedeckt wurde und haben die abgelaufenen Lebensmittel gegessen?
Was nützt das Schild, wenn der Burgerbrater sich in der Nase bohrt und danach den Burger anfasst?!? Richtig, Nichts!
Die Menschen sind immer erst geschockt wenn etwas publik wird, vorher ist alles in Ordnung und wird nicht hinterfragt. So sollte es auch sein , aber ein wenig Hirnschmalz wäre manchmal angebracht.

Herr Paul Mueller

12.12.2014, 14:45 Uhr

Na ein Glück, das es bald wieder gesundes Qualitätsfutter gibt. Da werden die Russophoben sicher wieder etwas ruhiger.

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