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13.03.2012

09:18 Uhr

Insolvenzverwalter

Schlecker dringt auf schnelle KfW-Hilfe

Schlecker-Insolvenzverwalter Geiwitz will rasch Klarheit über den möglichen KfW-Kredit für die angeschlagene Drogeriekette. Die ungeklärte Finanzlage gefährde die Suche nach Investoren.

Der Schriftzug von Schlecker auf einem Schaufenster.

Der Schriftzug von Schlecker auf einem Schaufenster.

BerlinSchlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz dringt auf rasche staatliche Hilfe durch einen Kredit der Förderbank KfW. „Das muss diese Woche entschieden werden“, sagte er der „Financial Times Deutschland“. „Ich brauche noch keine Auszahlung, aber eine belastbare Zusage.“

Auch ein Lohnverzicht der verbleibenden Beschäftigten der insolventen Drogeriekette müsse kurzfristig beschlossen werden. Dazu müsse es bis nächste Woche eine Entscheidung geben. Ohne diese beiden Bedingungen würde die Investorensuche gefährdet, mahnte Geiwitz dem Blatt zufolge.

Es liefen bereits Vorgespräche mit ernstzunehmenden Interessenten, sagte er laut „Süddeutscher Zeitung“. Schlecker benötige etwa 75 Millionen Euro für eine Transfergesellschaft nicht als Zuschuss, sondern als Überbrückung, bis das Kerngeschäft in einigen Monaten wieder laufe. „Das wäre kein unzumutbares Risiko für den Steuerzahler“, sagte Geiwitz.

Bei Schlecker steht bundesweit ein Abbau von 12.000 der 33.000 Stellen bevor. Um die vom Arbeitsplatzverlust bedrohten Mitarbeiter in einer Auffanggesellschaft unterzubringen, will Geiwitz bei der KfW einen Überbrückungskredit einholen. Das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin lehnte dies jedoch jüngst ab. Die Regierung von Baden-Württemberg, wo sich der Sitz von Schlecker befindet, dringt weiter auf einen Beitrag aus dem Bundeshaushalt.

Von

rtr

Kommentare (3)

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unbeteiligter

13.03.2012, 09:47 Uhr

Bislang ist Substantielles zur Lage noch nicht in Erscheinung getreten, außer sogenannten konventionellen Lösungen im Sinne einer Transfergesellschaft resp. TA, deren eigentliche Funktion für die betroffenen MA vor dem Hintergrund der bislang geübten Kommunikationsstrategie intransparent bleiben müssen. Konkrete Zielvorgaben für die Implementierung einer Transfergesellschaft mit entsprechendem Monitoring sind bislang nicht veröffentlicht; müssen sie vielleicht auch nicht. In Anbetracht der ggf. zur Disposition stehenden MA wäre es sinnvoll zu betonen, daß Transfergesellschaften oder Transferagenturen nicht einfach nur Abwicklungseinrichtungen sind. Mit Zeitdruck alleine zu operieren, das hat die Praxis in der Vergangenheit gezeigt, kann allerdings nicht über ggf. operative konzeptionelle Schwächen hinweghelfen, ist man an nachhaltigen Lösungen interessiert.
Um wenig mehr kann es indes gehen.
Druck über die Baden-Württembergische Landesregierung nach Berlin weiterreichen zu wollen muß nicht per se zu verhandlungstechnischen Meisterleistungen führen.

Thomas-Melber-Stuttgart

13.03.2012, 09:49 Uhr

Klarheit gibt es doch schon. Die Antwort von der KfW lautete: Nein.

Rossmannkunde

13.03.2012, 10:06 Uhr

Die Kunden haben schon entschieden. Sie wollen keinen Schlecker. Also lieber Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

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