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19.08.2013

19:04 Uhr

Internationales Seearbeitsabkommen

Konvention stärkt Arbeitsrechte für Seefahrer

Sieben Jahre lagen zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Doch nun tritt die Seearbeitskonvention in Kraft. Deutsche Reeder erhoffen sich von dem Abkommen einen Abbau von Wettbewerbsverzerrungen.

Ein Frachtschiff aus den Niederlanden fährt aus der Kanalschleuse in Gelsenkirchen. Die Umsetzung des Abkommens stärke auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Reeder. dpa

Ein Frachtschiff aus den Niederlanden fährt aus der Kanalschleuse in Gelsenkirchen. Die Umsetzung des Abkommens stärke auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Reeder.

GenfHunderttausende Seefahrer können bei Forderungen nach besseren Arbeits- und Lebensbedingungen künftig auf die Einhaltung des internationalen Seearbeitsabkommens pochen. Die bereits 2006 angenommene Konvention tritt an diesem Dienstag (20.8.) in Kraft. Damit sei ein Meilenstein in der Seefahrtgeschichte erreicht, erklärte der Generalsekretär der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Guy Ryder.

Am Vorabend des Festaktes zum Inkrafttreten der Konvention in Singapur appellierte er an alle Staaten, die das Abkommen noch nicht ratifiziert haben, dies rasch zu tun. Deutschland hatte in der vergangenen Woche als 43. Mitgliedsland der UN-Sonderorganisation die Ratifizierungsurkunde übermittelt. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) habe aus diesem Anlass betont, wie wichtig es sei, dass Wettbewerb im Seeverkehr nicht zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der Seeleute führt, teilte die ILO mit.

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Der Bundestag hatte die neue Grundrechtecharta für Seeleute Anfang August mit dem Seearbeitsgesetz in deutsches Recht umgesetzt. Es löste das alte Seemannsgesetz aus den 1950er Jahren ab. Mit dem Inkrafttreten der internationalen Konvention sei „die Seeschifffahrt die einzige Industrie, die über weltweit gleiche und hohe Sozialstandards verfügt, die zudem einer engen Kontrolle unterliegen“, erklärte Michael Behrendt, Präsident des Verbands Deutscher Reeder (VDR).

Die Umsetzung des Abkommens stärke auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Reeder, denn weltweit würden damit einheitliche Standards für die Arbeits- und Lebensbedingungen an Bord gelten - unabhängig von der Flagge, die ein Schiff führt. „Das Seearbeitsübereinkommen ist ein wichtiger Riegel gegen Sozialdumping“, so Behrendt.

Die Konvention soll nach ILO-Angaben insgesamt mehr als 1,5 Millionen Seefahrern einen besseren Arbeitsschutz sowie Mindeststandards bei den Lebensbedingungen garantieren. Damit sollen auch extreme Billiglöhne und die dadurch verursachten Wettbewerbsverzerrungen in der Schifffahrt unterbunden werden. Um in Kraft zu treten, musste die Konvention von 30 ILO-Mitgliedsländern ratifiziert werden, die mindestens ein Drittel der Brutto-Tonnage der weltweiten Schifffahrt repräsentieren. Bislang haben 45 Staaten diesen Schritt vollzogen. Auf sie entfallen mehr als 75 Prozent der Brutto-Tonnage.

Von

dpa

Kommentare (1)

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19.08.2013, 23:29 Uhr

Phantastischer Artikel, aber Informationsgehalt gleich Null.

Was sind nun im einzelnen die entscheidenden Verbesserungen, die solche Hymnen rechtfertigen?

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