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13.11.2012

10:58 Uhr

Internet-Händler Amazon

Frankreich fordert 250 Millionen Dollar Steuernachzahlung

In Frankreich kündigt sich ein Streit zwischen dem Staat und Amazon an. Der Staat fordert Steuernachzahlungen in der Höhe von 250 Millionen Dollar, Amazon widerspricht dem. Der Versandhändler kämpft mit Verlusten.

Amazon will der französischen Steuerschätzung widersprechen. Reuters

Amazon will der französischen Steuerschätzung widersprechen.

ParisDer französische Staat fordert vom Internet-Versandhändler Amazon 252 Millionen Dollar (198 Millionen Euro) Steuernachzahlung. In der Summe ist auch ein Bußgeld für die Jahre 2006 bis 2010 enthalten, wie aus einem Amazon-Bericht hervorgeht, der von der US-Börsenaufsicht SEC veröffentlicht wurde. Amazon.com brachte sein Unverständnis über die französische Steuerschätzung zum Ausdruck und kündigte an, dieser klar widersprechen zu wollen.

Die Informationen zur französischen Steuerforderung waren im Anhang zu den Quartalszahlen des Online-Händlers von Ende Oktober enthalten. Amazon war im dritten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich machte das US-Unternehmen zwischen Juli und September einen Verlust von 274 Millionen Dollar (211,7 Millionen Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch ein Plus von 63 Millionen Dollar gemacht. Der Umsatz stieg demnach im Vergleich zum dritten Quartal 2011 um 27 Prozent auf 13,81 Milliarden Dollar.

Von

afp

Kommentare (3)

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Rechner

13.11.2012, 11:50 Uhr

O-Ton Handelsblatt
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Frankreich fordert 250 Millionen Dollar Steuernachzahlung
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Selten so gelacht.

Der Volontär der die Überschriften beim Handelsblatt zusammenschustert weiß anscheinend nicht daß Frankreich seine Steuern in EURO erhebt, und nicht in US-Dollar.

Auch wenn die Amis von der Securities Exchange Commission das für ihren Hausgebrauch in US-Dollars übersetzt haben.

+++

Viele Ami-firmen aus dem Internet- uns Service-Bereich betrügen bei ihren Ertragssteuern in Europa, indem sie die Gewinne über Zinsen für Scheindarlehen einer künstlich eingezogenen Luxemburger Holding - "Verbriefungsgesellschaft" - an dieselbe verschieben, wo sie keiner Versteuerung unterliegen.

Google, Amazon, Yahoo, ... und Gagfah.

Die französischen Steuerbehörden spielen da offensichtlich nicht mehr mit, während sich die deutschen und britischen durch Ihre bisherige laxe Praxis gebunden fühlen und auf Gesetzesänderungen warten.

Im britischen Unterhaus fand eine Anhörung der Firmen statt, in der die Abgeordneten viel Theater machten um die Schuld an diesen Praktiken einseitig den "steuergestaltenden" Firmen zuzuschieben um von ihrer eigenen Verantwortung für diese Praktiken abzulenken.

...

Wer Steuerumgehungsmöglichkeiten schafft und ihre Benutzung jahrzehntelang gestattet ist genauso schuldig wie derjenige der sie ausnutzt.

betriebsblinde

13.11.2012, 12:02 Uhr

luemburg,die steuerhinterziehungs- und schwarzgelddrehscheibe
europas mit ihren oberheuchelnden politkadern,die merkel und schäuble einwickeln

domenico

26.11.2012, 15:08 Uhr

wer erlaubtes ausnutzt, ist nicht schuldig.

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