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20.10.2011

18:33 Uhr

Internet-Handel

Ebay erwartet laues Weihnachtsgeschäft

Ebay verliert seinen Optimismus und rechnet zu den Feiertagen nur mit einem „soliden Geschäft“. Insbesondere in Deutschland und den USA wächst der Umsatz nur langsam. Die Anleger reagieren enttäuscht.

Ebay-Chef John Donahoe ist wenig optimistisch für das Weihnachtsgeschäft. AFP

Ebay-Chef John Donahoe ist wenig optimistisch für das Weihnachtsgeschäft.

San FranciscoDas Internet-Handelshaus Ebay geht ohne große Vorfreude ins Weihnachtsgeschäft. „Ich glaube nicht, dass wir großartige Feiertage haben werden“, sagte Ebay-Chef John Donahoe. „Wir gehen aber davon aus, dass sie solide verlaufen.“ Der Konzernchef begründete seine Vorsicht mit der trüben konjunkturellen Stimmung weltweit. „Wir lesen alle dieselben Schlagzeilen und wir haben keine Kristallkugel, die uns sagt, wie es mit der Wirtschaft weitergeht.“ Die Anleger sind allerdings zu diesem Zeitpunkt des Jahres mehr Optimismus von Ebay gewohnt: Die Aktie des Unternehmens ging am Donnerstag auf Talfahrt und verlor zeitweise mehr als sechs Prozent. 

Im vergangenen Quartal bekam der Internet-Konzern bereits die Zurückhaltung der Verbraucher zu spüren. In Deutschland und im US-Geschäft sei eine „leichte Verlangsamung“ festzustellen, sagte Finanzchef Bob Swan. Dabei profitiert Ebay üblicherweise davon, dass der Markt für Online-Einkäufe kräftig wächst, weil viele Nutzer Waren mit ihren Smartphones oder Tablet-PCs bestellen. Der Konzern hat als Internet-Börse für Waren aus zweiter Hand angefangen, inzwischen wird jedoch vor allem Neuware gehandelt. An jedem Kauf verdient das Unternehmen durch Gebühren. Auch die Tochter PayPal, über die Kunden online bezahlen können, kassiert bei jeder Transaktion mit. 

Skepsis prägt auch die Gewinn- und Umsatzprognose des Konzerns fürs Gesamtjahr: Ebay erhöhte nur den unteren Rand seiner bisherigen Vorhersage für die Erlöse auf 11,5 von 11,3 Milliarden Dollar, die obere Grenze beließ der Konzern bei 11,6 Milliarden Dollar. Auch die Gewinnprognose liegt nun mit 1,98 bis 2,01 Dollar je Aktie nur um jeweils einen Cent über der Schätzung im zweiten Quartal. „Im wesentlichen hat der Konzern seine Prognose beibehalten, was die leichte Vorsicht wegen der Weltwirtschaft widerspiegelt“, sagte Branchenexperte Fred Moran von Benchmark Capital. Im vierten Quartal will Ebay einen Gewinn von 55 bis 58 Cent je Aktie erreichen - die Schätzungen der Experten erreichen hier durchschnittlich den oberen Rand. 

Im dritten Quartal steigerte Ebay seinen Nettogewinn auf 490,5 Millionen Dollar von 432 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte um 32 Prozent auf 2,97 Milliarden Dollar. „Kein spektakuläres Quartal“, sagte der Analyst R.J. Hottovy von Morningstar.

 

Von

rtr

Kommentare (1)

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wolfgang

21.10.2011, 08:03 Uhr

selbst verursachte Probleme. Man hat die Gebührenschraube überdreht und so die Kunden vertrieben. Zusätzlich hat das Image gelitten und Paypal ist nicht sonderlich beliebt, weil zumindest innerhalb der EU und vor allem im Euroraum die normalen Bankgebühren weitaqus billiger sind.

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