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03.12.2014

13:26 Uhr

Internet im Zug

Bahn verspricht freies WLAN - in zwei Jahren

Quelle:Meedia.de

Was bei vielen Fernbussen längst Standard ist, will Bahnchef Rüdiger Grube nun auch in Schnellzügen möglich machen. Passagiere sollen auch während der Fahrt kostenlos im WLAN surfen können. Doch das dürfte dauern.

Freies Internet für freie Bahnfahrer? WLAN soll in Zügen der Deutschen Bahn im Jahr 2016 kostenlos werden. dpa

Freies Internet für freie Bahnfahrer? WLAN soll in Zügen der Deutschen Bahn im Jahr 2016 kostenlos werden.

BerlinBahn-Reisende sollen „im Laufe des Jahres 2016“ auf ein kostenloses WLAN im Zug zugreifen können. Das hat Bahn-Chef Rüdiger Grube in der Süddeutschen Zeitung angekündigt. Passagiere der ersten Klasse können bereits ab Mitte Dezember in allen ICEs gratis das Internet auf ihren Geräten nutzen.

Einige ICEs haben bereits jetzt einen Telekom-Hotspot-Zugang, auch in der zweiten Klasse. Doch dafür müssen Nutzer zahlen und die Verbindung ist nicht so stabil, wie sie sein müsste. Die Deutsche Bahn bereitet nun den Aufbau eines eigenen WLAN-Zugangs im Zug auf, gemeinsam mit der Telekom. Eine Motivation dürfte auch sein, dass die Fernbusse, die der Bahn Konkurrenz machen, bereits heute in der Regel kostenloses WLAN anbieten.

231 von 255 ICEs seien bereits mit der nötigen Technik ausgerüstet, sagte Grube. Bereits ab Mitte Dezember können sich Passagiere der ersten Klasse gratis ins Netz klinken. Aber: „Mehr geht derzeit leider nicht“, so Grube gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Warum? Weil bei einem mit etwa 900 Passagieren besetzten Zug, von denen etwa die Hälfte das Netz nutzen will, bei Tempo 250 die Verbindung zu oft abreiße. Erst müsse die Strecke links und rechts der Gleise mit entsprechender Funktechnik bestückt werden. Die Telekom, sagt Grube, arbeite „mit Hochdruck“ daran. Im Laufe des Jahres 2016 soll das Gratis-WLAN für alle Passagiere verfügbar sein.

Das ist auch dringend notwendig: In einem Praxistest stellte die Telekommunikationszeitschrift „connect“ dem Empfang in Zügen ein vernichtendes Zeugnis aus. Der sei über Anbietergrenzen hinweg „unterdurchschnittlich“ und „viel schlechter als auf Autobahnen“. Ein Zahlenspiel verdeutlicht diese Kritik. Um eine Datei mit drei Megabyte herunterzuladen, benötigt ein Telekomnutzer im Zug der Untersuchung zufolge durchschnittlich 7,1 Sekunden. Bei Vodafone (11,8), O2 (12,1) und E-Plus (12,8) liegen die Werte nochmal deutlich höher.

Von

HB

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