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27.04.2011

01:43 Uhr

Internet-Kaufhaus

Amazon enttäuscht Märkte mit Gewinneinbruch

Der Quartalsbericht des Onlinehändlers Amazon enttäuscht die Börse. Das weltgrößte Internet-Kaufhaus Amazon hat im ersten Quartal trotz eines kräftigen Umsatzanstiegs einen Gewinneinbruch verbucht.

Internetkaufhaus Amazon. Quelle: dpa

Internetkaufhaus Amazon.

New York/SeattleDer Kampf um Marktanteile hinterlässt beim weltgrößten Internet-Kaufhaus Amazon.com deutliche Blessuren. Wegen Investitionen in neue Geschäftsfelder verbuchte der US-Konzern im Auftaktquartal einen Gewinneinbruch.

Der Ebay-Konkurrent wies am Dienstag nach Börsenschluss in New York einen Überschuss von 201 Millionen Dollar aus. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 44 Cent. Analysten hatten mit 61 Cent je Dividendenpapier deutlich mehr erwartet. Der Umsatz kletterte den Angaben nach um 38 Prozent auf 9,86 Milliarden Dollar. Amazon-Aktien brachen nachbörslich zunächst deutlich ein. Später notierten sie in etwa auf ihrem regulären Schlusskurs.

Amazon lockt die Kunden mit niedrigen Preisen und immer neuen Angeboten. Zudem steckt der Händler viel Geld in die Werbung, in neue Produkte, in den Ausbau seiner Logistikzentren und in die Verbesserung der IT. Zu Jahresbeginn blieben so unterm Strich noch 201 Millionen Dollar übrig - ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. „Wir waren niemals enthusiastischer, was die langfristigen Möglichkeiten angeht“, sagte Gründer und Unternehmenschef Jeff Bezos am Dienstag und versuchte damit, die Anleger für seinen manchmal schmerzhaften Wachstumskurs zu gewinnen.

Für das zweite Quartal geht Amazon von einem Umsatz von 8,85 bis 9,65 Milliarden Dollar aus. Damit würde der Online-Händler die Markterwartungen von 8,7 Milliarden Dollar übertreffen. Der Betriebsgewinn wird nach Schätzungen von Amazon zwischen 95 und 245 Millionen Dollar nach 207 Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum liegen.

In den vergangenen Jahren wurde Amazon für seine rasante Entwicklung und zweistellige Wachstumszahlen oft gelobt. Das 1994 von Jeff Bezos gegründete Unternehmen schaffte den Sprung vom einfachen Online-Buchhändler zum Marktführer bei Internethandelskonzernen.

Im vergangenen Sommer wurden erstmals mehr digitale Bücher als Printausgaben verkauft. Das Lesegerät Kindle gilt bereits als erfolgreichstes Vertriebsprodukt, muss sich aber nun des immer beliebter werdenden iPads von Apple erwehren.

Amazon verkauft längst nicht mehr nur Bücher, Elektronikartikel oder Mode. Der Konzern betreibt Webhosting, bietet Filme im Onlineverleih an und vertreibt Apps für die boomenden Android-Smartphones. Jüngst startete Amazon zudem einen Cloud-Musikdienst und brachte seinen Bezahldienst und sein E-Book-Geschäft nach Deutschland.

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