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18.07.2013

11:23 Uhr

Internet-Versandhändler

Streik bei Amazon in Leipzig hat begonnen

Verdi fordert für Beschäftigte von Amazon einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels. Da sich Amazon lieber an der Bezahlung der Logistikbranche orientiert, wird in Leipzig wieder gestreikt.

Amazon-Beschäftigte streiken vor dem Standort in Leipzig (Sachsen). Die Gewerkschaft Verdi fordert einen Tarifvertrag wie im Einzel- und Versandhandel. Amazon orientiert sich an der Bezahlung in der Logistikbranche. dpa

Amazon-Beschäftigte streiken vor dem Standort in Leipzig (Sachsen). Die Gewerkschaft Verdi fordert einen Tarifvertrag wie im Einzel- und Versandhandel. Amazon orientiert sich an der Bezahlung in der Logistikbranche.

LeipzigBeim Internet-Versandhändler Amazon in Leipzig wird wieder gestreikt. Zunächst legten rund 200 Mitarbeiter der Frühschicht am Donnerstag die Arbeit nieder, wie Jörg Lauenroth-Mago von der Gewerkschaft Verdi sagte. Verdi fordert für die Beschäftigten einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels.

Amazon kündigte unterdessen an, in diesem Jahr Weihnachtsgeld zahlen zu wollen. Sprecherin Ulrike Leikeb sagte, die Entscheidung habe nichts mit dem Streik zu tun. Diese sei „im Rahmen der jährlichen Gehaltsüberlegungen“ getroffen worden. Zur Höhe könne sie noch nichts sagen.

„Darüber freuen wir uns, die Streiks haben also Bewegung in die richtige Richtung gebracht“, sagte Lauenroth-Mago. Die Mitarbeiter seien am Mittwoch über das Angebot der Geschäftsführung informiert worden. Dennoch reiche das nicht aus. „Wir wollen Sicherheit, also einen Tarifvertrag.“

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Zuletzt war Mitte Juni an beiden Amazon-Standorten in Leipzig und Bad Hersfeld gestreikt worden. Ein Tarifvertrag würde für die Mitarbeiter verlässlich höhere Löhne sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld bringen. Das US-Unternehmen will sich dagegen an der Bezahlung in der Logistikbranche orientieren.

Amazon ist der weltgrößte Online-Versandhändler. Er hat in Deutschland acht Versandlager und rund 9000 Mitarbeiter, in Leipzig sind es etwa 2000.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

18.07.2013, 08:55 Uhr

Na, bei dem sonstigen Einverständnis der Gewerkschaften mit Lohndumping und Billigheimern müssten die Streikkassen ja richtig voll sein.
Da kann Amazon, die in D immer noch durch die Steuermaschen schlüpfen, wenigstens ordentliche Löhne zahlen.
Logistik ist der eigene Verkauf der Produkte wohl kaum, aber damit kann man sich ja auch noch den "billigsten" Tarifvertrag raussuchen. Wie praktisch die Welt doch sein kann.

Account gelöscht!

18.07.2013, 09:00 Uhr

Man darf auch nicht vergessen, dass durch die aggressive Arbeitsweise Tausende Stellen im Handel im Lande wegfallen. Buchläden usw.
Dann auch noch Dumpinglöhne zu zahlen ist schon pervers!

skylight

18.07.2013, 09:18 Uhr

Man sollte aber auch bedenken, dass durch die Onlinehändler viele neue intressante und gut bezahlte Stellen in der Programmierung und Softwareentwicklung dazukommen. Die Welt ändert sich nunmal... das war immer so, und wird immer so bleiben. Zum Glück.

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