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12.12.2013

11:40 Uhr

Internetabsatz

Versandhandel wächst rasant zu Weihnachten

Nach Katalog aussuchen und per Telefon bestellen, das ist Geschichte im Versandhandel. Ohne Internet geht nichts mehr. Online-Bestellungen machen 80 Prozent der Einnahmen der Branche aus. Vor allem Bekleidung läuft gut.

Gehen zufrieden durch die Vorweihnachtszeit : Die Unternehmen des Versandhandels erleben ein gutes Geschäft zu Jahresende. obs

Gehen zufrieden durch die Vorweihnachtszeit : Die Unternehmen des Versandhandels erleben ein gutes Geschäft zu Jahresende.

Das Weihnachtsgeschäft bringt den Internet-Versandhändlern einen gewaltigen Schub. Die Branche rechnet im Vergleich zur Vorjahresperiode mit einem Umsatzplus von 42 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. Das geht aus einer Prognose des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (BVH) hervor, die am Donnerstag in Berlin veröffentlicht wurde. Sie beruht auf Zahlen von Mitte Oktober bis Ende November. Der BVH definiert das Weihnachtsgeschäft als den Zeitraum von Mitte Oktober bis 24. Dezember.

Für die Versandunternehmen insgesamt erwartet der Bundesverband in der Vorweihnachtszeit ein Einnahmeplus von 17 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Damit hat der Verkauf per Internet einen Anteil von 80 Prozent am gesamten Versandhandel.

Bekleidung liefert zum Weihnachtsfest den größten Umsatzbeitrag im Versandhandel - rund 2,4 Milliarden Euro. Auf Platz zwei folgen nach der BVH-Analyse Bücher mit 1,1 Milliarden Euro. Den dritten Rang nehmen Unterhaltungselektronik und andere Elektronikartikel mit 770 Millionen Euro ein.

Erfolgsfaktoren für Web-Shops

Front-End und Back-End

Sie müssen nahtlos miteinander integriert sein. Das heißt, wenn der Besucher im Shop eine Bestellung auslöst, muss dieser Prozess in den nachgelagerten Warenwirtschafts-, Kundenwirtschafts- und Produktmanagementsystemen sauber abgebildet werden.

Multi- und Cross-Channel

"In Zukunft wird es immer wichtiger sein, mehrere Kanäle gleichzeitig zu bedienen und diese gut miteinander zu vernetzen", so Reupert. Beispielsweise können integrierte Prozesse in den Webshops von Einzelhändlern eine Funktion bieten, über die der Besucher herausfindet, ob ein Artikel in einer bestimmten Filiale vorrätig ist. "Denn nach wie vor informieren sich viele Kunden im Internet und kaufen dann doch im stationären Handel."

Mobile Enablement

Der Trend zum Smartphone hält an und darum ist es für Shop-Betreiber elementar, den Shop-Content auch mobil zur Verfügung zu stellen, um Kunden nicht an technisch fortschrittlichere Konkurrenten zu verlieren.

Produktdatenqualität

Studien haben gezeigt, dass rund ein Drittel der Kaufabbrüche in einem Web-Shop auf der Produktdetailseite erfolgen. Daher ist die Qualität von Produktbeschreibungen und Produktbildern elementar wichtig. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, rät Reupert: Besser als die Mitbewerber über Produkte informieren, bessere Usability und effektive Suchmaschinenoptimierung.

Quelle: Achim Reupert, Experte des Dienstleisters Nionex, auf Mittelstandsmanager.de

Der Straßen-Einzelhandel hatte in der zweiten Adventswoche ein relativ schwaches Geschäft gemeldet. Ursache war der Orkan „Xaver“, der in einigen Regionen Deutschlands den Menschen die Lust auf einen Einkaufsbummel verdarb. Die Hälfte der Händler klagte über Umsatzeinbußen, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) feststellte. Sie blieben dennoch optimistisch, weil die meisten Kunden ihre Geschenke eher knapp vor dem Fest kauften.

Der HDE erwartet in diesem Jahr im Weihnachtsgeschäft einen Gesamtumsatz von 80,6 Milliarden Euro - 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Anders als beim Versandhandel umfasst das Weihnachtsgeschäft für den HDE die Monate November und Dezember.

Von

dpa

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