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09.04.2014

11:04 Uhr

Interview

„Lego-Kekse? Niemals!“

VonJoachim Hofer

Der Lego-Film kommt jetzt in die Kinos – Kekse oder ein Smartphone mit der Marke soll es aber nie geben. Im Interview sprechen Lego-Chef Knudstorp und Marketing-Chef Nipper über mögliche Partner und Elektronikspielzeug.

„The Lego Movie“ - Trailer

Video: „The Lego Movie“ - Trailer

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MünchenIn Amerika und England ist der neue Lego-Film bereits ein Knüller und hat schon 270 Millionen Dollar eingespielt. Nun kommt „The Lego Movie“ auch hierzulande in die Kinos. Im Gespräch mit dem Handelsblatt erläutern Lego-Chef Jørgen Vig Knudstorp und Marketingchef Mads Nipper, warum der Streifen für die Spielwarenfirma so wichtig ist – und die Bauklötzchen trotzdem im Kern aller Ihrer Bemühungen stehen.

Herr Knudstorp, der Lego-Film kommt am Donnerstag auch in Deutschland ins Kino. Wird Lego jetzt zum Entertainment-Konzern?
Knudstorp: Nein, unser Fokus liegt ganz klar auf den Bausteinen.

Warum dann der Streifen?
Knudstorp: Natürlich sehen wir, dass Geschichten wichtig sind, das mögen die Kinder. Trotzdem machen wir das, was wir am besten können und suchen uns für alles andere Partner.
Nipper: Der Film ist insofern wichtig, weil er auf unsere Marke aufmerksam macht. So erreichen wir auch Menschen, die bislang nicht mit uns in Berührung kamen.

Lego-Chef Knudstorp: „Wir machen keine Unterhaltungselektronik!“ Niels Aage Skovbo

Lego-Chef Knudstorp: „Wir machen keine Unterhaltungselektronik!“

Welche Freiheiten hatten die Filmproduzenten von Warner Bros.?
Knudstorp: Wir haben das ganz eng begleitet. Wir sind überhaupt sehr strikt mit Lizenznehmern.

Was heißt das konkret?
Knudstorp: Dass wir pedantisch darauf schauen, was mit unserer Marke passiert. Und: Wir geben unseren Namen nicht für alles her. Kekse von Lego wird es zum Beispiel nicht geben.
Nipper: Es zahlt sich für uns aus, so strikt zu sein. Dadurch sind wir glaubwürdig. Lego ist ja ein Phänomen: Die Kinder lieben uns, in den meisten unserer Märkte stehen wir ganz oben auf den Wunschzetteln. Gleichzeitig schätzen uns die Eltern. So was schaffen sie nur, wenn sie die Qualität stets im Blick haben, und zwar von allem, was es unter der Marke gibt.

Aber ein Lego-Smartphone, das wäre doch was für die Kids, oder?
Knudstorp: Niemals, wir machen keine Unterhaltungselektronik!
Nipper: Trotzdem spielt die digitale Welt für uns natürlich eine große Rolle. Wir sind global der zweitgrößte Lizenzgeber für Video-Spiele. Und unser Youtube-Channel ist enorm beliebt.
Knudstorp: Die meisten Lego-Clips auf Youtube stammen übrigens gar nicht von uns, sondern von unseren Kunden.

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