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25.01.2007

08:56 Uhr

Investitionsaufwendungen erhöht

Rewe geht ans Eingemachte

Der Kölner Handelskonzern Rewe nimmt mit einem gewagten Investitionsprogramm die Verfolgung des Hamburger Rivalen Edeka auf. Mit der neuen Offensive will das Unternehmen vor allem seine Position im Heimatmarkt verbessern.

HB KÖLN. „Wir haben uns vom Aufsichtsrat Investitionen von 1,2 Mrd. Euro für dieses Jahr genehmigen lassen“, sagte Vorstandschef Alain Caparros vor Journalisten in Köln. Das Budget übersteige damit den erwarteten Cash-Flow des Unternehmens.

Der erst im September an die Konzernspitze berufene Franzose sorgt damit bei Deutschlands zweitgrößtem Lebensmittelhändler für eine Revolution. „Rewe finanziert ihre Investitionen traditionell aus dem Cash-Flow“, bekräftigte der Geschäftsbericht des genossenschaftlich geführten Unternehmens noch vor knapp zwei Jahren. 2004 und 2005 waren vom Cash-Flow nach Abzug der Investitionen jeweils 110 Mill. Euro übrig geblieben.

Nach der jetzt verkündeten Offensive, die gegenüber 2006 rund 20 Prozent höhere Investitionsaufwendungen vorsieht, dürften am Ende des Jahres – gemessen an den durchschnittlichen Vorjahresergebnissen – etwa 250 Mill. Euro in der Kasse fehlen. „Edeka hat sich aus dem Ausland zurückgezogen und wird nun die ganze Kraft auf Deutschland konzentrieren“, begründete Caparros seine Strategie. Da dürfe man eben nicht tatenlos zusehen.

Handelsexperten wie der Bad Homburger Berater Volker Dölle halten das Risiko trotz des Strategiewechsels für gering. „Rewe zahlt das aus der Portokasse“, glaubt er. Der Ausbau des Deutschlandgeschäfts stärke den Rewe-Händlern, die indirekt Eigentümer des Konzerns sind, zudem den Rücken.

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