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24.02.2014

12:40 Uhr

Irische Fluggesellschaft

Aer Lingus verdient an der Langstrecke

Die Airline Aer Lingus fliegt erneut in die Gewinnzone. Der irische Ryanair-Konkurrent hat zwar Probleme in Europa, macht das aber mit Nordamerika-Verbindungen wett. Flüge in die USA und Kanada werden ausgeweitet.

Airbus A320 von Aer Lingus am Flughafen Düsseldorf: „Herausforderungen im sehr preisaggressiven Europaverkehr standgehalten“. Imago

Airbus A320 von Aer Lingus am Flughafen Düsseldorf: „Herausforderungen im sehr preisaggressiven Europaverkehr standgehalten“.

Dublin/DüsseldorfPunktlandung auf der Prognose: Mit einem operativen Gewinn von 61,1 Millionen Euro hat die irische Fluggesellschaft Aer Lingus das Jahr 2013 abgeschlossen. Das sind zwar acht Millionen Euro weniger als im Vorjahr, die Airline liegt damit aber dennoch im Bereich der Erwartungen – das Unternehmen hatte im Sommer seine Gewinnvorhersage nach unten korrigiert.

Durch effektives und schnelles Handeln habe man im zweiten Halbjahr „den Herausforderungen im nach wie vor sehr preisaggressiven Europaverkehr standhalten und erfolgreich gegensteuern“ können, sagte Aer-Lingus-Chef Christoph Müller. Mit dem wirtschaftlichen Ergebnis sei man hoch zufrieden und gehöre zu den profitabelsten Fluggesellschaften Europas, so der deutsche Manager weiter.

Allerdings beeinträchtigte die Rabattschlacht bei innereuropäischen Flügen das Kurzstrecken-Geschäft. Der irische Konkurrent Ryanair hatte deshalb im November bereits zum zweiten Mal seine Prognose für das vergangene Geschäftsjahr gekappt.

Die größten europäischen Billigflieger

Platz 10

Wizz Air: 42 Flugzeuge

Die ungarische Fluglinie Wizz Air hat ihr Streckennetz vor allem in Osteuropa. In Deutschland fliegt sie mit ihren 42 Airbus A320 die Flughäfen in Dortmund, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Lübeck und Memmingen an.

Quelle: DLR Low-Cost-Monitor 1/2014 (Stand: Frühjahr 2014). Es wurden ausschließlich in Deutschland operierende Airlines in das Ranking aufgenommen.

Platz 9

Jet 2: 49 Flugzeuge

Die britische Billig-Airline Jet 2 gibt es erst seit dem Jahr 2002, trotzdem hat sie mit 49 Flugzeugen eine der größten Flotten unter den europäischen Billig-Airlines. Mit ihren 38 Boeing 737-Maschinen und elf Boeing 757 fliegt die Airline viele Urlaubsziele im Mittelmeer und außerdem New York City an.

Platz 8

Germanwings: 55 Flugzeuge

Die Lufthansa-Tochter bleibt in den Top Ten der europäischen Billigflieger. Germanwings kommt der Aufstellung zufolge auf 55 Flugzeuge in der Flotte. Weil die Lufthansa allerdings noch weitere Flugverbindungen und Maschinen an die Tochter abgibt, wird die Zahl der Flieger noch zunehmen.

Platz 7

Flybe: 59 Flugzeuge

Die britische Airline Flybe betreibt mit 37 Maschinen die größte Flotte an Bombardier Dash Q8-400 Maschinen weltweit. Dazu kommen 22 Flieger von Embraer. Flybe hat seinen Sitz in Southampton und fliegt in Deutschland die Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart an.

Platz 6

Vueling: 72 Flugzeuge

Die spanische Fluggesellschaft Vueling startete im Jahr 2004. Die Flotte der Billig-Airline besteht aus Flugzeugen der Typen Airbus A320 und A319. Der Billigflieger gehört mittlerweile zur International Airline Group (IAG), der Mutter von British Airways und Iberia. Die Flotte wächst weiter – auch dank der Übernahme von Iberia-Verbindungen.

Platz 5

Air Berlin: 88 Flugzeuge

Die Netzwerk-Airline Air Berlin ist ebenfalls im Ranking vertreten – mit Strecken, die als Low-Cost-Flüge gelten (siehe Hinweis). Die Fluggesellschaft hat 41 Airbus A319, A320 und A321, 46 Boeing 737 und eine ATR in der Flotte.
Hinweis: Das DLR spricht bei Air Berlin von einer „Grauzone“, in der mehrere Geschäftsmodelle Anwendung finden. In das Ranking wurden nur die bisherigen Low-Cost-Strecken der in Air Berlin aufgegangenen Fluggesellschaften aufgenommen. Bei der Flotte verhält es sich offenbar ähnlich. Die komplette Flotte von Air Berlin finden Sie hier.

Platz 4

Norwegian: 91 Flugzeuge

Zu Norwegian gehören 87 Boeing 737 und vier 787, viele davon sind mit Portraits berühmter skandinavischer Persönlichkeiten geschmückt. Norwegian gehört damit mittlerweile zu den großen im europäischen Luftraum.

Platz 3

HOP!: 102 Flugzeuge

Die Fluggesellschaft ist neu im Ranking – und schießt gleich auf Rang drei vor. Das hat einen einfachen Grund: Der Zusammenschluss mehrerer ehemaliger französischer Regionalflieger unter dem Dach der Air France bedient erst seit kurzem den deutschen Markt.

Platz 2

Easyjet: 197 Flugzeuge

Die britische Fluglinie Easyjet ist die Nummer zwei der Billigflieger in Europa. Zu der wachsenden Flotte gehören 138 Airbus A319 und 59 Airbus A320.

Platz 1

Ryanair: 297 Flugzeuge

Mit einer Flotte von mehr als knapp 300 Flugzeugen ist Ryanair unumstritten die größte Billig-Airline in Europa. Und die Flotte wird noch größer: Bei Boeing haben die Iren zuletzt 175 neue Flugzeuge bestellt.

Wachstum generiert Aer Lingus vor allem aus den Langstrecken-Verbindungen. Auf den Flügen in die USA habe man sehr gute Ergebnisse erzielt. Ab dem Sommer will Aer Lingus neue Verbindungen nach San Francisco und Toronto anbieten. Damit steige die Kapazität der Langstrecken-Flüge um ein Fünftel.

Die Fluggesellschaft legte 2013 beim Umsatz um gut zwei Prozent auf 1,43 Milliarden Euro zu. Auch die Zahl der Fluggäste (plus 0,9 Prozent, insgesamt 10,7 Millionen) und die Auslastung der Maschinen (plus 0,7 Prozent, insgesamt 78,4 Prozent) verbesserten sich leicht.

Im laufenden und kommenden Geschäftsjahr wolle man mit internen Programmen die Kosten weiter senken und neue Kundengruppen erschließen. Dazu sollen neue elektronische Vertriebs- und Reservierungssysteme genutzt werden. Für 2014 erwartet Aer Lingus wieder einen operativen Gewinn, der in Höhe des Vorjahresergebnis liegen soll.

Von

td

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