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22.11.2015

17:56 Uhr

Israel-„Boykott“

KaDeWe will Siedler-Weine wieder verkaufen

Das Kaufhaus des Westens hatte kürzlich einige Weine aus dem Sortiment genommen, die in israelischen Westjordanland-Siedlungen produziert werden. Danach hagelte es Kritik. Jetzt wurde die Entscheidung zurückgenommen.

Das Kaufhaus des Westens in Berlin: „Zu rasch und unsensibel.“ dpa

KaDeWe

Das Kaufhaus des Westens in Berlin: „Zu rasch und unsensibel.“

BerlinDas Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe) hat nach heftiger Kritik von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu angekündigt, aus dem Verkauf genommene Siedlerprodukte wieder anzubieten. „Die acht israelischen Weine werden ab sofort wieder im Sortiment sein“, teilte das KaDeWe am Sonntag auf seiner Facebook-Seite mit und bat um Entschuldigung. „In diesem Fall – es ging um eine Empfehlung der Europäischen Union – ist hausintern zu rasch und unsensibel gehandelt worden.“

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte berichtet, das Kaufhaus habe Produkte aus israelischen Siedlungen aus dem Verkauf genommen. Netanjahu sprach am Sonntag in Jerusalem von einem „Boykott“ und sagte: „Wir protestieren scharf gegen diesen moralisch, sachlich und historisch unangemessenen Schritt.“

Die 8 israelischen Weine werden ab sofort wieder im Sortiment sein. In diesem Fall - es ging um eine Empfehlung der...

Posted by KaDeWe on Sunday, November 22, 2015

Die EU-Kommission hatte am 11. November eine Kennzeichnungspflicht für Obst, Gemüse und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Kosmetika aus Siedlungen im Westjordanland, auf den Golanhöhen sowie aus Ost-Jerusalem bekanntgegeben. Verbraucher in der EU haben damit künftig die Möglichkeit, israelische Siedlerprodukte aus besetzten arabischen Gebieten zu kaufen oder bewusst zu boykottieren.

Von

dpa

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