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15.05.2012

09:31 Uhr

IT-Händler

Preisdruck bei Bechtle drückt die Marge

Zwar stieg bei dem IT-Händler im ersten Quartal der Umsatz an - doch der hohe Preisdruck sorgt für niedrigere Margen. Das operative Ergebnis ging auf Talfahrt. Bechtle-Chef Olemotz lässt sich davon nicht beunruhigen.

Die Personalkosten bei Bechtle sind deutlich gestiegen. Pressefoto

Die Personalkosten bei Bechtle sind deutlich gestiegen.

StuttgartDer IT-Händler und -Dienstleister Bechtle ist im Auftaktquartal wegen des harten Preiskampfs und des massiven Stellenaufbaus unter Margendruck gekommen. Der Umsatz des vor allem im Mittelstand und bei der öffentlichen Hand tätigen Konzerns kletterte mit Rückenwind durch Zukäufe zwar in den Monaten Januar bis März um 6,9 Prozent auf 487,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Neckarsulm bei Heilbronn mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebit) ging indes auf Talfahrt und sank um 2,9 Prozent auf 17,3 Millionen Euro. Die operative Marge verringerte sich daher auf 3,6 von 3,9 Prozent.

Vor allem im Handelsgeschäft mit Laptops, Druckern, Servern und Netzwerken kam der Gewinn des erfolgsverwöhnten Unternehmens unter Druck, das 2011 mit Bestwerten bei Umsatz, Ergebnis und Dividende hinter sich gebracht hatte. Um das kräftige Nachfragewachstum zu schultern, stockte Bechtle im ersten Quartal seine Belegschaft weiter um rund 100 Mitarbeiter auf. Binnen Jahresfrist wuchs die Belegschaft sogar um 745 Mitarbeiter auf knapp 5600 Beschäftigte.

Damit stiegen die Personalkosten deutlich, zudem knabberte der hohe Preisdruck im Hardware-Vertrieb an der Marge. In der gut ausgelasteten Systemhaus-Sparte konnte Bechtle den teuren Personalaufbau besser wegstecken, da vor allem in Deutschland viele Unternehmen und Verwaltungen in ihre Informationstechnik investierten.

Bechtle-Chef Thomas Olemotz lässt sich von dem ertragsschwächeren Jahresauftakt nicht aus der Ruhe bringen. "Wir denken nicht von Quartal zu Quartal, sondern unser Fokus ist klar auf das langfristige Wachstum von Bechtle gerichtet", sagte der Manager. Ziel im laufenden Jahr bleibe, die jüngsten Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis erneut zu übertreffen. 2011 hatte der in Europa tätige Konzern knapp zwei Milliarden Euro umgesetzt und vor Steuern und Zinsen (Ebit) 86,4 Millionen Euro verdient.

Von

rtr

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