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06.06.2017

14:23 Uhr

Italienische Airline

Dutzende Interessenten für Alitalia

Die angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia steht offiziell zum Verkauf. An Interesse mangelt es offenbar nicht: Laut einem Sonderbeauftragten gibt es 32 Interessensbekundungen für die Airline.

Interessenten können das gesamte Unternehmen oder Teile erwerben und Restrukturierungsvorschläge machen. dpa

Alitalia-Flotte

Interessenten können das gesamte Unternehmen oder Teile erwerben und Restrukturierungsvorschläge machen.

RomBei der zum Verkauf stehenden Fluggesellschaft Alitalia haben sich einem Sonderbeauftragten zufolge Dutzende Interessenten gemeldet. „Wir arbeiten daran, 32 Interessensbekundungen zu bewerten“, sagte Stefano Paleari, einer von insgesamt drei Sonderbeauftragten, am Dienstag. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Die Frist, um ein erstes Interesse an Alitalia anzumelden, war am Montag abgelaufen. Formelle Gebote gibt es noch nicht. Die Regierung in Rom hatte Mitte Mai den Startschuss für den Verkaufsprozess der unter Sonderverwaltung stehenden Traditions-Airline gegeben.

In der Branche hatte sich eigentlich kein großes Interesse abgezeichnet, doch für einen Blick in die Bücher des Rivalen dürften auch einige Fluglinien die Hand gehoben haben. Konkurrenten wie Lufthansa, Norwegian Air, Air France-KLM und Ryanair hatten abgewinkt. Als einer der wenigen möglichen Käufer wurde in Medienberichten Qatar Airways genannt. Als Hürde gilt, dass Investoren außerhalb der EU maximal nur 49 Prozent an einer europäischen Fluggesellschaft halten dürfen.

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Wenn alles schiefgeht, hilft der Staat: Dieses Denken ist tief in der Mentalität der Italiener verwurzelt. Bestes Beispiel: Alitalia. Deren Krise wird zeigen, ob das Land den Sprung in die Gegenwart schafft. Eine Analyse.

Interessenten können das gesamte Unternehmen oder Teile erwerben und Restrukturierungsvorschläge machen. Alitalia droht das Aus, nachdem die Mitarbeiter einen Restrukturierungsplan blockiert haben. Insidern zufolge fliegt Alitalia eine Million Euro Verlust am Tag ein. Eine Verstaatlichung hat die Regierung ausgeschlossen. Den Italiener setzen hohe Kosten und die Konkurrenz durch Billigflieger und Schnellzüge zu.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Holger Narrog

06.06.2017, 15:26 Uhr

Alitalia ist ein Fass ohne Boden. Soweit mir bekannt verliert die Gesellschaft operativ 1 Mio €/Tag. Aufgrund der fundamentalistischen Gewerkschaften die selbst die Rettungspläne bestreikt haben, wird sich daran wohl nichts ändern.

Die Lufthansa war in der Vergangenheit klug genug nicht nach solchen Fässern ohne Boden zu greifen. Ähnliches gilt für AF und Andere. Das Beispiel Swissair zeigt dass solche (Sabena) in der Lage sind kerngesunde Gesellschaften mit in die Pleite zu reissen.

Ich vermute, dass viele der Interessenten eine hohe Mitgift des italienischen Staates (der EU) erwarten und diese nicht ganz seriös irgendwie zu nutzen suchen.

Herr Holger Narrog

06.06.2017, 15:26 Uhr

Alitalia ist ein Fass ohne Boden. Soweit mir bekannt verliert die Gesellschaft operativ 1 Mio €/Tag. Aufgrund der fundamentalistischen Gewerkschaften die selbst die Rettungspläne bestreikt haben, wird sich daran wohl nichts ändern.

Die Lufthansa war in der Vergangenheit klug genug nicht nach solchen Fässern ohne Boden zu greifen. Ähnliches gilt für AF und Andere. Das Beispiel Swissair zeigt dass solche (Sabena) in der Lage sind kerngesunde Gesellschaften mit in die Pleite zu reissen.

Ich vermute, dass viele der Interessenten eine hohe Mitgift des italienischen Staates (der EU) erwarten und diese nicht ganz seriös irgendwie zu nutzen suchen.

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