Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.05.2013

06:34 Uhr

Italiens Brillenindustrie

Grüß mir die Sonne

VonKatharina Kort

Es gibt sie noch, die wachsenden Industriezweige in Italien. Die Brillenindustrie gehört dazu. Aber nicht etwa, weil Italiener so gerne Sonnenbrillen tragen. Was den Ray-Ban-Hersteller Luxottica erfolgreich macht.

Pop-Sänger Justin Bieber bei einem Auftritt in London im März: Er trägt eine „Ray Ban“-Sonnenbrille. ap

Pop-Sänger Justin Bieber bei einem Auftritt in London im März: Er trägt eine „Ray Ban“-Sonnenbrille.

MailandOb die Kultmarke „Ray Ban“, die schon Will Smith in dem Kinofilm „Men in Black“ trug, oder die vor allem in den USA stark verbreitete Sportmarke Oakley: Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen beginnt auch für die Hersteller der schwarzen Gläser die Saison. Und hinter den berühmtesten Marken der Welt steht ganz vorneweg ein Name: Luxottica.

Das der Öffentlichkeit eher unbekannte Unternehmen im Veneto gehört dem zweitreichsten Mann Italiens nach dem Nutella-König Michele Ferrero: Leonardo Del Vecchio. Der im Waisenhaus aufgewachsene Milliardär hat es nach der Lehre bei einem Produzenten von Brillengestellen zum weltgrößten Hersteller von Qualitätsbrillen gebracht. Mit Luxottica setzte Del Vecchio im vergangenen Jahr 7,1 Milliarden Euro um und machte 542 Millionen Euro netto Gewinn – eine Marge, von der viele Unternehmen nur träumen können.

Die Erfolgsbilanz von Ray-Ban-Hersteller Luxottica

2007

4,97 Milliarden Euro (Umsatz, Quelle: Unternehmen)

2008

5,2 Milliarden Euro

2009

5,1 Milliarden Euro

2010

5,8 Milliarden Euro

2011

6,2 Milliarden Euro

2012

7,1 Milliarden Euro

Außer den US-Marken Ray Ban und Oakley gehören auch Namen wie Persol und Vogue Eyewear zum Portfolio der Norditaliener. Zudem stellt Luxottica für Luxushäuser wie Prada, Paul Smith, Chanel und Versace die Brillen in Lizenz her. Erst kürzlich hat das Haus Giorgio Armani der Konkurrenz weggeschnappt.

Daniele Ridolfi, Analyst bei Kepler, schreibt in einer Studie, dass allein die Lizenz für Armani 130 Millionen Euro Umsatz bringen soll. „Kurzfristig dürfte die neue Armani-Lizenz Luxottica eine gute Sommersaison bringen“, sagt eine Mailänder Analystin, die nicht genannt werden will. Das Management habe jüngst zu verstehen gegeben, dass die ersten Monate dieses Jahres bereits gut angelaufen seien.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

14.05.2013, 10:36 Uhr

Oakley war mal meine Lieblingssonnenbrillenmarke. Seitdem die von Luxottica übernommen wurden, stellen die nur noch Schrott her.

Account gelöscht!

14.05.2013, 12:57 Uhr

Och, wie niedlich. Das Wirtschaftsmagazin HB glaubt wirklich, dass der Wohlstand der Italiener, der ja den der Deutschen weit übertrifft, mit der Herstellung und dem Vertrieb von onnenbrillen erwirtschaftet wurde(?)

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×