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17.01.2007

17:36 Uhr

Jahresbilanz 2006

American Airlines fliegt in die Gewinnzone

Die AMR Corporation, die Mutter der weltgrößten Fluggesellschaft American Airlines, hat erstmals seit 2000 im Schlussquartal und im Gesamtjahr 2006 wieder die Gewinnzone erreicht. Steigende Kundenzahlen, vollere Flugzeuge, höhere Flugpreise und Kostensenkungsaktionen verhalfen dem Branchenprimus zum Umschwung.

Startender American-Airlines Jet in Fort Worth. Foto: ap

Startender American-Airlines Jet in Fort Worth. Foto: ap

FORT WORTH. Im vierten Quartal 2006 wirkten sich auch auch niedrigere Flugbenzinpreise positiv aus. Konzernchef Gerard Arpey nannte 2006 einen „Meilenstein beim laufenden Umschwung“. AMR steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr um 8,9 Prozent auf 22,6 Milliarden Dollar (17,5 Mrd Euro). Der Jahresgewinn betrug 231 Millionen Dollar oder 98 Cent je Aktie gegenüber roten Zahlen von 857 Millionen Dollar oder 5,18 Dollar je Aktie im Vorjahr. Dies gab AMR mit Sitz in Fort Worth (Texas) am Mittwoch bekannt.

Der Umsatz erhöhte sich im Schlussquartal 2006 um 4,4 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar. AMR verdiente im Oktober-Dezember-Abschnitt 17 Millionen Dollar oder sieben Cent je Aktie gegenüber roten Zahlen von 600 Millionen Dollar oder 3,46 Dollar je Aktie in der Vorjahresvergleichszeit. Die Auslastung der Flugzeuge erhöhte sich auf 78,8 (77,9) Prozent, und die Flugpreise legten im Schnitt um vier Prozent zu. Das Unternehmen hatte zm Jahresende 85 200 (87 200) Mitarbeiter.

Die amerikanischen Fluggesellschaften hatten in den vergangenen sechs Jahren Gesamtverluste von 35 Milliarden Dollar erlitten. Dabei machten sich der massive Geschäftseinbruch seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 sowie die eskalierenden Treibstoffpreise besonders bemerkbar. Die Billigfluglinien machten den großen Airlines ebenfalls schwer zu schaffen.

Mehrere führende US-Fluggesellschaften, darunter United und US Airways, suchten in Insolvenzverfahren Gläubigerschutz. Sie konnten sich mit Hilfe drastischer Restrukturierungsaktionen, massivem Personalabbau, Konzessionen der Mitarbeiter, kleineren Flugzeugflotten und anderen Kostensenkungsaktionen sanieren. Delta Air Lines und Northwest Airlines operieren noch unter Aufsicht von Insolvenzrichtern.

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