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10.01.2014

14:10 Uhr

Jahresbilanz 2013

Lufthansa lockte mehr als 100 Millionen Passagiere

Auch im vergangenen Jahr konnte die Lufthansa die magische Marke von 100 Millionen Passagieren knacken. Europas größte Fluggesellschaft behauptet sich damit auch klar vor dem größten Konkurrenten Air France.

Eine Stewardess der Lufthansa verteilt auf dem Flug von Hamburg nach Frankfurt Getränke an Passagiere der Business-Class. Dank des Passagierplus hält der Konzern mit dem blau-gelben Kranich als Markenzeichen seinen Vorsprung vor dem Rivalen Air France-KLM. dpa

Eine Stewardess der Lufthansa verteilt auf dem Flug von Hamburg nach Frankfurt Getränke an Passagiere der Business-Class. Dank des Passagierplus hält der Konzern mit dem blau-gelben Kranich als Markenzeichen seinen Vorsprung vor dem Rivalen Air France-KLM.

FrankfurtDie Lufthansa hat im vergangenen Jahr abermals die Marke von 100 Millionen Passagieren übertroffen. 2013 flogen 104,6 Millionen Gäste mit den Fluglinien des Konzerns - ein Plus von einem Prozent, wie Europas größte Fluggesellschaft am Freitag mitteilte. Positiv wirkte sich aus, dass dabei die Kapazitäten nur vorsichtig ausgebaut wurden: Der Sitzladefaktor stieg damit um einen Prozentpunkt auf 79,8 Prozent - im Schnitt waren also acht von zehn Sitzen in den Flugzeugen besetzt. Neben der Hauptmarke Lufthansa gehören auch Austrian Airlines, Swiss und Germanwings zu dem Traditionsunternehmen.

Dank des Passagierplus hält der Konzern mit dem blau-gelben Kranich als Markenzeichen seinen Vorsprung vor dem Rivalen Air France-KLM : Die französisch-niederländische Nummer zwei in Europa beförderte im abgelaufenen Jahr 78,4 Millionen Menschen - 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das sind die neuen Flieger der Lufthansa

Spritsparende Modelle

Die Lufthansa hat im Herbst 2013 für 14 Milliarden Euro die neuesten Langstrecken-Jets von Boeing und Airbus bestellt. Die Airline deckt sich mit zweistrahligen Langstrecken-Jets ein, die wesentlich weniger Sprit verbrauchen sollen als derzeitige Modelle. Das ist wichtig, da die Tankrechnung einer der größten Kostenposten der Airline ist. Mit 300 bis gut 400 Sitzen sind die neuen Flieger eine Nummer kleiner als das Lufthansa-Flaggschiff, der Airbus A380.

A350 – Leichtbauweise und neue Triebwerke

Der A350 ist das neueste Kind des europäischen Flugzeugbauers: Erstmals hob der Jet mit zwei Triebwerken im Juni ab. Das vollkommen neu konstruierte Flugzeug besteht zur Hälfte aus Verbundwerkstoffen, die das Gewicht senken. Die Leichtbauweise und neue Triebwerke sollen dafür sorgen, dass der Spritverbrauch im Vergleich zu heutigen Maschinen um ein Viertel sinkt.

A350 – Platz für bis zu 350 Passagiere

Im A350 haben je nach Variante 270 bis 350 Passagiere Platz. Der von der Lufthansa bestellte Typ A350-900 zählt 314 Sitze. Derzeit liegen 707 Bestellungen für den laut Listenpreis bis zu gut 320 Millionen Dollar teuren Prestigeflieger vor. Das erste Exemplar soll 2014 an Qatar Airways ausgeliefert werden.

777X – Lufthansa Erstkunde?

So weit wie Airbus ist Boeing mit seinem Nachfolger des Bestsellers 777 lange nicht. Offiziell ist der Bau der zweistrahligen Maschinen noch nicht beschlossen - der US-Hersteller sammelt derzeit noch Bestellungen ein. Die Lufthansa hat gute Chancen, Erstkunde für die sogenannte 777-9X zu werden. Auch Emirates spielt eine Großorder durch. Die Auslieferung der Jets dürfte erst Ende des Jahrzehnts starten.

777X – 20 Prozent weniger Kerosinverbrauch

Die von der Lufthansa favorisierte Variante zählt 414 Sitze. Nach der Pannenserie beim Dreamliner 787 setzten die Boeing-Ingenieure aber nicht ganz so viel neue Technologie ein. Nicht das ganze Flugzeuge, sondern lediglich die Flügel und die Triebwerke werden neu konstruiert. Damit soll der Kerosinverbrauch um 20 Prozent sinken. Das Flugzeug ist eine Fortentwicklung des Bestsellers 777, der seit den 90er Jahren fliegt.

Anders das Bild beim ärgsten Lufthansa-Konkurrenten in Deutschland: Die Passagierzahlen von Air Berlin gingen 2013 um 5,4 Prozent auf 31,5 Millionen zurück. Überraschend ist die Talfahrt nicht, da die Berliner sich eine Rosskur verordnet haben und zahlreiche Strecken stilllegen.

Von

rtr

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