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08.10.2011

15:10 Uhr

Jahresumsatz

Sonnentage vermiesen Intersport das Ergebnis

VonJoachim Hofer

ExklusivNicht alle haben die sonnigen Tage der letzten Wochen genossen. Den Intersport-Geschäften blieben die Kunden aus. Der Verkauf ist stark vom Wetter abhängig. Der Jahresumsatz werde sinken, kündigte der Fachhandelsverbund an.

Funktionskleidung wie Skischuhe sorgen für die höchsten Umsätze. dpa

Funktionskleidung wie Skischuhe sorgen für die höchsten Umsätze.

HeilbronnDen Sporthändlern hierzulande machen die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen zu schaffen. „Der September war sehr schön, aber etwas zu warm“, klagt Intersport-Chef Klaus Jost. Üblicherweise kaufen die Leute jetzt schon Allwetterkleidung und feste Schuhe bei Deutschlands größtem Sport-Fachhandelsverbund ein. Dieses wichtige Geschäft ist bislang fast völlig ausgeblieben. Weil schon der Jahresanfang zu mild und trocken war, wird Intersport den Umsatz von 2010 in diesem Jahr wohl nicht erreichen. „Bis Ende September liegen wir vier Prozent im Minus“, so Jost im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Gleichwohl will in der Intersport-Zentrale in Heilbronn niemand jammern. „Das ist kein Beinbruch, denn in den drei Jahren davor hatten wir jeweils hohe Zuwachsraten“, meint Jost. Die Erlöse in den 1500 deutschen Intersport-Läden sind vergangenes Jahr um mehr als elf Prozent auf fast drei Milliarden Euro gestiegen.

Die Intersport-Händler sind stark vom Wetter abhängig, weil sie auf beratungsintensive Produkte wie Skier, Schneeschuhe, gefütterte Stiefel oder hochwertige, atmungsaktive Jacken und Hosen setzen. Mit Badehosen und T-Shirts verdienen sie lange nicht so viel Geld. Doch Funktionsunterwäsche, Handschuhe oder gar eine neue Skiausrüstung besorgen sich die Menschen nur, wenn es kalt wird. „Die Leute kaufen heute immer dann ein, wenn sie die Sachen haben wollen oder auch wirklich brauchen“, sagt Jost.

Ein Einbruch aus konjunkturellen Gründen ist laut Jost aber nicht in Sicht, trotz der heftigen Turbulenzen an den Finanzmärkten. „Wir sind positiv gestimmt. Eher sparen die Menschen an großen Anschaffungen, denn an neuer Sportausrüstung.“

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