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08.01.2010

07:43 Uhr

Japan Airlines

US-Airlines strecken sich nach trudelnder JAL

Hoffnung für Japan Airlines. Für die kriselnde JAL interessieren sich gleich mehrere amerikanische Fluggesellschaften. Kein Wunder: Die JAL zählt zu den fünf größten Airlines der Welt.

Mitarbeiter der JAL bei der Arbeit auf dem Haneda-Airport in Tokio. Quelle: ap

Mitarbeiter der JAL bei der Arbeit auf dem Haneda-Airport in Tokio.

HB NEW YORK/TOKIO. Die beiden US-Fluggesellschaften American Airlines und Delta überschlagen sich mit milliardenschweren Hilfsangeboten für die trudelnde Japan Airlines . Wie mehrere US-Medien am Donnerstag unter Berufung auf Verhandlungskreise meldeten, hat American Airlines sein Angebot von 1,1 auf 1,4 Mrd. Dollar aufgestockt. Delta bietet zusammen mit Partnern derzeit eine Finanzspritze von 1 Milliarde Dollar. Delta-Chef Edward Bastian machte aber in Tokio klar, dass er Willens sei, weiteres Kapital aufzutreiben.

Japan Airlines ist in schwere Turbulenzen geraten. Laut der japanischen Wirtschaftszeitung "Nikkei" vom Donnerstag dürfte die Gesellschaft in dem noch bis Ende März laufenden Geschäftsjahr unterm Strich einen Verlust von 1,23 Billionen Yen (9,3 Mrd Euro) einfliegen. Staatliche Stellen und Gläubigerbanken erarbeiten gerade einen Sanierungsplan. Dieser soll bis Ende Januar stehen. Der japanische Staat hat die Fluggesellschaft bereits mit umgerechnet mehreren hundert Mio. Euro gestützt.

Für American Airlines und Delta ist Japan Airlines wegen deren lukrativen Strecken im Asien-Pazifik-Raum interessant. Die Gesellschaft gehört bereits zum Luftfahrtbündnis Oneworld von American Airlines. Würde Delta die Japaner zu seinem Skyteam rüberholen, wäre das ein schwerer Schlag für den Konkurrenten. Japan Airlines zählt nach Umsatz zu den Top fünf Fluggesellschaften der Welt.

In Europa gehört British Airways der One World an, Air France/KLM zählen zum Skyteam. Beide Netzwerke konkurrieren mit der Star Alliance rund um die Deutsche Lufthansa. Alle Gesellschaften hatten schwer unter der Wirtschaftskrise zu leiden. Die Passagierzahlen besonders bei den geldbringenden Geschäftsreisenden waren drastisch eingebrochen, genauso wie das Frachtaufkommen.

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