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23.11.2013

11:23 Uhr

Jeanshersteller

Mustang arbeitet sich aus der Krise

Konkurrenz von Billigmarken und strategische Fehlentscheidungen: 2011 musste der Jeanshersteller Mustang deshalb verkauft werden. Der neue Geschäftsführer Dietmar Axt will jetzt wieder schwarze Zahlen schreiben.

Mustang nach dem Einstieg eines Investorenkonsortiums: Dietmar Axt will die Traditionsmarke nun als deutschen Anbieter positionieren. dpa

Mustang nach dem Einstieg eines Investorenkonsortiums: Dietmar Axt will die Traditionsmarke nun als deutschen Anbieter positionieren.

Künzelsau/ StuttgartDer Jeanshersteller Mustang arbeitet sich langsam aber sicher aus der Krise. Dieses Jahr plant Geschäftsführer Dietmar Axt ein Umsatzplus von gut 10 Prozent auf 100 Millionen Euro. Außerdem soll das Traditionsunternehmen aus Künzelsau vor Steuern wieder Gewinn abwerfen. „Das gab es seit fünf Jahren nicht mehr“, sagte Axt, der den Jeanshersteller seit Anfang 2012 führt, der Nachrichtenagentur dpa.

Axt war 2011 zusammen mit 14 anderen privaten Gesellschaftern bei dem angeschlagenen Familienunternehmen eingestiegen, darunter der Enkel der Firmengründerin, Heiner Sefranek, und Tom-Tailor-Aufsichtsrat Thomas Schlytter-Henrichsen.

Den traditionellen Jeansherstellern machte nach dem Boom der 90er Jahre die Konkurrenz von Billigmarken zu schaffen. Hinzu kamen strategische Fehlentscheidungen: Statt den Großhandel mit Kaufhäusern als Chance zu erkennen, wurde bei Mustang das Filialgeschäft massiv ausgebaut. „Das hat wahnsinnig viel Geld gekostet und das Unternehmen in diese Schieflage gebracht, die dann 2011 zu dem Verkauf geführt hat“, sagte Axt, der selbst fünf Prozent an Mustang hält.

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Der Jeansmarkt an sich sei nicht einfacher geworden, erklärte der Geschäftsführer. Im Schnitt kostet eine Jeans in Deutschland nur noch 40 Euro. Dabei will Mustang seine Hosen für 70 Euro bis 100 Euro verkaufen. Axt setzt deshalb auf die Marke Mustang und auf mehr Präsenz in Kaufhäusern und Shoppingzentren. „Der Endverbraucher hat uns nicht mehr gefunden, aber wenn er uns findet, kauft er uns gerne“, glaubt er. Sein Ziel: Bis 2016 will er den Umsatz noch einmal verdoppeln.

Dafür hat der 46-Jährige, der vor Mustang für Firmen wie den Strumpfhersteller Falke und das Modeunternehmen Tom Tailor arbeitete, radikal aufgeräumt: Vom teuren Asien-Geschäft hat er sich verabschiedet - das Wachstum soll erst mal nur aus Europa und Russland kommen. Hierzulande wurden 13 der gut 60 Läden geschlossen. Die verbleibenden Geschäfte werden in diesem Jahr erstmals wieder Gewinn abwerfen.

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