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14.08.2014

11:53 Uhr

Jörn Kreke

Douglas-Aufsichtsratschef gibt Posten ab

Abschied aus Altersgründen: Jörn Kreke verlässt den Handelskonzern Douglas. Seine Familie hat das Unternehmen geprägt. 2015 könnte Douglas wieder an die Börse zurückkehren.

Jörn Kreke bei der Hauptversammlung der Douglas Holding AG im März 2012. Picture Alliance

Jörn Kreke bei der Hauptversammlung der Douglas Holding AG im März 2012.

DüsseldorfBeim Handelskonzern Douglas will Aufsichtsratschef Jörn Kreke seinen Posten abgeben. Der 74-jährige Kreke wolle aus Altersgründen zum 30. September aus dem Amt scheiden, sagte eine Douglas-Sprecherin am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der „Lebensmittel-Zeitung“. Die Familie Kreke hatte den Konzern mit seinen Parfümerien, Juwelier-Geschäften und Buchhandlungen geprägt, Krekes Sohn Henning ist Vorstandsvorsitzender. Douglas werde noch mitteilen, wer neuer Aufsichtsratschef werden solle, hieß es weiter.

Der Finanzinvestor Advent war bei Douglas eingestiegen und hatte den Konzern im vergangenen Jahr zusammen mit der Gründerfamilie Kreke von der Börse genommen. Finanzkreisen zufolge könnte der Konzern im ersten Halbjahr 2015 aber wieder auf den Kurszettel zurückkehren – dann möglicherweise als reines Parfümerie-Unternehmen.

Im Parfümeriegeschäft setzt Douglas inzwischen einschließlich der zugekauften französischen Kette Nocibe rund drei Milliarden Euro um. Andere Firmenteile könnten verkauft oder anderswo geparkt werden, hatte es geheißen. Die Wurzel des westfälischen Handelskonzerns, der Süßwarenhändler Hussel, war bereits an den Finanzinvestor Emeram Partners weitergereicht worden.

Medienbericht: Douglas zieht es an die Börse

Medienbericht

Douglas zieht es an die Börse

Douglas strebt laut eines Medienberichts an die Börse. Zuvor sollen aber Unternehmensteile abgestoßen werden: Die Buchsparte Thalia, der Schmuckhändler Christ und die Modehäuser Appelrath-Cüpper stehen zur Debatte.

Der „Lebensmittel-Zeitung“ zufolge steht nun auch der Verkauf der Buchhandelskette Thalia, die mit der Konkurrenz durch Online-Händler wie Amazon kämpft, kurz vor dem Abschluss. Finanzinvestoren würden die größten Chancen auf einen Zuschlag eingeräumt, berichtete das Branchenblatt weiter. Der Konzern betreibe eine „aktive Portfolio-Strategie“, sagte die Douglas-Sprecherin: „Wir prüfen unsere Optionen.“ Darüber hinaus wollte sie sich nicht äußern.

Von

rtr

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