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19.02.2014

19:38 Uhr

John Fredriksen

TUI-Großaktionär trennt sich von 40 Millionen Aktien

John Fredriksen verkauft 15,7 Prozent aller TUI-Anteile im Wert von über einer halben Milliarde Euro. Damit versilbert er sich den Kursanstieg der vergangenen Monate. Die TUI-Aktie gab im Späthandel um drei Prozent nach.

John Fredriksen war bisher der zweitgrößte TUI-Aktionär. Vor ihm rangiert nur der russische Milliardär Alexej Mordaschow, der 25 Prozent hält. dpa

John Fredriksen war bisher der zweitgrößte TUI-Aktionär. Vor ihm rangiert nur der russische Milliardär Alexej Mordaschow, der 25 Prozent hält.

Frankfurt/MainDer streitbare TUI -Großaktionär John Fredriksen trennt sich von einem Großteil seines Anteilspakets. Die Investmentbank Goldman Sachs teilte am Mittwochabend mit, der norwegische Reeder habe sie beauftragt, über Nacht bis zu 39,7 Millionen TUI-Aktien bei institutionellen Investoren zu platzieren. Die Anteile, die 15,7 Prozent an TUI entsprechen, haben zum Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch einen Wert von 546 Millionen Euro. Nach der Platzierung werde Fredriksen nur noch elf Millionen Aktien oder 4,4 Prozent an TUI halten. Im Späthandel gab die TUI-Aktie um drei Prozent auf 13,35 Euro nach.

Der Norweger macht sich mit der Platzierung den Kursanstieg bei TUI zunutze. Er hatte erst im November seine TUI-Beteiligung um 83 Millionen Euro aufgestockt und hielt seither mehr als 20 Prozent an dem Reisekonzern aus Hannover. Damals zahlte er im Schnitt nur 10,37 Euro je Aktie. Gleichzeitig hatte er seine Beteiligung an der britischen Tochter TUI Travel für 264 Millionen Euro mit Gewinn verkauft.

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Der Reiseveranstalter Tui Travel muss einen leichten Gewinnrückgang verzeichnen. Insgesamt war 2013 aber ein gelungenes Geschäftsjahr – das operative Ergebnis sprang um ein Fünftel nach oben.

Sein Vertrauter Tor Olav Troim hatte damals erklärt, Fredriksen wolle die Strategie von TUI auf diese Weise stärker beeinflussen. „Unser Ziel ist es, eine integrierte Tourismus-Gruppe zu schaffen. Eine Fusion von TUI und TUI Travel ist eine Option“, sagte Troim. Doch von diesen Plänen hatte sich TUI schon zuvor verabschiedet.

Fredriksen war bisher der zweitgrößte TUI-Aktionär. Vor ihm rangiert nur der russische Milliardär Alexej Mordaschow, der 25 Prozent hält.

Von

rtr

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