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22.12.2014

18:13 Uhr

Jubel, Trubel, Weihnachtszeit

Warum wir gerne einkaufen – oder eben nicht

VonLisa Hegemann

Zur Weihnachtszeit sind die Innenstädte heillos überfüllt. Während der eine Konsument den Trubel genießt, bestellt der andere seine Einkäufe lieber bei Amazon. Woher kommen diese Unterschiede?

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DüsseldorfEs ist zwei Tage vor Weihnachten, die Zeit ist knapp und Sie brauchen dringend noch ein Geschenk? Dann gibt es genau zwei Möglichkeiten. Szenario eins: Sie gehen in die Stadt, suchen nach einer passenden Gabe, lassen sich vom Verkäufer beraten, drehen und wenden das ausgesuchte Produkt noch einmal, und stellen sich am Ende an der Kasse an, um zu bezahlen.

Szenario zwei: Sie gehen auf eine Onlineseite, die Ihnen verspricht, das Geschenk noch pünktlich zu liefern, klicken sich durch die Angebote, machen vielleicht noch einen Preisvergleich und lesen die Kundenmeinungen, legen das Geschenk am Ende in den Warenkorb und klicken auf „bezahlen“.

Nicht (nur) das Geschlecht ist entscheidend

Während der eine Konsument lieber Variante eins wählt, kommt für den anderen nur das zweite Szenario in Frage. Doch wovon hängt unsere Entscheidung eigentlich ab? Warum geht der eine gerne in die Stadt, für den anderen ist diese Vorstellung hingegen ein Graus? So viel sei vorweg genommen: Es liegt nicht (nur) am Geschlecht.

Laut einer Umfrage unter 38.000 Verbrauchern wollen die Deutschen 2014 im Schnitt 447 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Das hat eine Studie des Handelsverbands HDE ergeben. Das ist so viel wie nie zuvor.

Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke der Deutschen

Platz zehn

Platz 10

Gadgets für den Gabentisch: Jeder Fünfte wünscht sich Notebook, PC oder Tablet-Computer zum Fest (22 Prozent).

Platz neun

Platz 9

Geschenk für die Seele: Viele Menschen wünschen sich Massagen, Wellness- oder Schönheitsanwendungen (22 Prozent, Vorjahr: 21 Prozent).

Platz acht

Platz 8

Smartphones werden immer beliebter: Wünschten sich 2011 noch 15 Prozent der Verbraucher ein Multimedia-Handy, sind es in diesem Jahr 23 Prozent. Auch die Auswahl ist in diesem Jahr deutlich größer – hier ein iPhone.

Platz sieben

Platz 7

Ringe, Ketten und Uhren sind traditionell beliebte Geschenke zum Fest. Wie im Vorjahr wünscht sich fast jeder Vierte Schmuck (23 Prozent).

Platz sechs

Platz 6

Alternative zu Bargeld: 24 Prozent der Deutschen wollen Geschenkgutscheine, deutlich weniger als im Vorjahr (36 Prozent).

Platz fünf

Platz 5

In den Parfümerien ist viel los: Kosmetik und edle Düfte sind zum Fest ein Renner und stehen bei jedem Vierten auf dem Wunschzettel (24 Prozent).

Platz vier

Platz 4

In vielen Geschenken ist Musik drin: 26 Prozent der Verbraucher wünschen sich CDs.

Platz drei

Platz 3

Nicht gerade billig, aber trotzdem beliebt: Jeder Vierte wünscht sich eine Reise (26 Prozent, 2011: 22 Prozent).

Platz zwei

Platz 2

Ein paar Schmöker für die kalten Tage – Bücher sind ein Geschenkeklassiker. 41 Prozent der Deutschen wünschen sich Lektüre. Allerdings ist die Leseleidenschaft laut der Deloitte-Umfrage deutlich zurückgegangen, 2011 standen Bücher noch auf jedem zweiten Wunschzettel (51 Prozent).

Platz eins

Platz 1

Nur Bares ist Wahres. Nach diesem Motto wünschen sich 46 Prozent der Menschen in Deutschland Geld zum Fest, noch einmal mehr als im Vorjahr (2011: 43 Prozent).

Eine klare Trennung zwischen Einzelhandel und Onlineshopping gibt es meistens nicht – viele Verbraucher nutzen beide Kanäle. Generell gilt: „Alles, was uns das Einkaufen und die Beschaffung leichter macht, ist uns willkommen“, sagt der Professor Christian Fichter, der sich an der Kalaidos-Hochschule in der Schweiz mit dem Thema Konsumforschung befasst. Die ausschlaggebenden Punkte: Persönlichkeit, Geschlecht, Zeit und was wir für einen Einkauf tätigen wollen.

Wer zum Beispiel lieber mit seinen Sinnen erlebt, der wird eher den stationären Handel bevorzugen. „Das ist gerade bei Frauen der Fall“, sagt Anna Grasser, Diplompsychologin bei der Gruppe Nymphenburg Consult. Ihnen sei der „soziale Treffpunkt“ wichtig, das Shopping-Erlebnis: sich mit Freunden zu treffen, durch die Stadt zu bummeln, etwas essen und trinken zu gehen.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

22.12.2014, 19:53 Uhr

Wenn man sich die Miteinkäufer aussuchen könnte, wäre es vielleicht sogar zu ertragen.
Da dies nur in Grenzen möglich ist, kauft man wenig bis gar nichts zu offiziellen Anlässen.

Also ab an die Nordsee, wo wenig bis gar niemand die Ästhetik stört. Selbst dort aber läuft einem mittlerweile die Ätze von nebenan übern Weg.

Herr Niccolo Machiavelli

22.12.2014, 20:27 Uhr

Der Kosumwahn nervt doch nur und vergeudet Energien und Ressourcen.

Für mich ist Weihnachten Gelegenheit, persönliche Inventur zu machen und Ballast abzuwerfen.

WEniger ist mehr.

... .bürste

22.12.2014, 20:29 Uhr

ich kaufe auch gerne ein.
Weisheit kann man sich nicht kaufen
WISSEN muss man sich erwerben, oft durch harte Arbeit, eher seltener bekommt man einen Spiekzettel zugesteckt ...
.
Morgen replay - selbe Zeit!.

damit die Weihnachtsgeschenke endlich zusammen ...

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