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10.08.2016

19:15 Uhr

KaDeWe

Luxus-Kaufhäuser schreiben rote Zahlen

Die Luxus-Kaufhäuser um das Berliner KaDeWe werden internen Berechnungen zufolge am Ende des Geschäftsjahres ein Minus von rund sieben Millionen Euro auf dem Zettel stehen haben. Schuld sind die hohen Investitionen.

Das Kaufhaus des Westens erhält in den kommenden Jahren eine Generalsanierung. dpa

KaDeWe in Berlin

Das Kaufhaus des Westens erhält in den kommenden Jahren eine Generalsanierung.

DüsseldorfDie Luxus-Kaufhäuser um das Berliner KaDeWe schreiben aufgrund hoher Investitionen rote Zahlen. Die aus dem Berliner Kaufhaus, dem Alsterhaus in Hamburg und dem Münchner Oberpollinger bestehende KaDeWe Group werde nach internen Berechnungen das am 30. September endende Geschäftsjahr mit einem Minus von rund sieben Millionen Euro abschließen, berichtete das Fachmagazin „TextilWirtschaft“ am Mittwoch. Im Vorjahr habe der Verlust bei 8,5 Millionen Euro gelegen. Im operativen Geschäft sei die KaDeWe Group aber in der Gewinnzone. Ein Sprecher des KaDeWe-Eigners Signa bestätigte die Angaben.

Die Eigner Central Group aus Thailand und Signa hätten die Investitionen im laufenden Geschäftsjahr auf 39,4 Millionen Euro hochgefahren, hieß es weiter. Die Central Group hält 50,1 Prozent an der KaDeWe Group, der Rest liegt bei Signa Retail, einer Firma des österreichischen Immobilien-Investors Rene Benko. Benko hatte Karstadt übernommen und die KaDeWe Group abgespalten. Er hatte sich auch um den Karstadt-Konkurrenten Kaufhof bemüht - doch die Kette ging im vergangenen Jahr an den nordamerikanischen Handelskonzern Hudson's Bay.

Das Kaufhaus des Westens

Fast 100 Jahre...

...ist das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) alt. Es wurde 1907 in Berlin eröffnet. Das Haus direkt am Wittenbergplatz an der Tauentzienstraße, unweit vom Kurfürstendamm (Kudamm). 1905 beauftragte Kommerzienrat Adolf Jandorf den Architekten Johann Emil Schaudt mit dem Bau. Das Warenhaus öffnete dann zwei Jahre später die Tore.

Bis zu 100.000...

... Kunden aus der ganzen Welt kommen in der Weihnachtszeit täglich ins KaDeWe, um auf mehr als 60.000 Quadratmeter Verkaufsfläche zu shoppen.

Anziehungspunkt Nummer 1...

... ist vor allem die Gourmet-Abteilung in der 6. Etage. Das Luxuskaufhaus ist Konsumtempel, aber auch beliebte Touristenattraktion.

In der Nazizeit...

...wurden die jüdischen Eigentümer, die Kaufmannsfamilie Hermann Tietz, zum Verkauf gezwungen. Im Zweiten Weltkrieg brannte das Haus nach dem Absturz eines amerikanischen Flugzeugs aus. 1950 wurden die ersten beiden Etagen wiedereröffnet.

Besitzer-Wechsel

2010 hatte US-Investor Nicolas Berggruen... die Karstadt Warenhaus GmbH mit dem KaDeWe übernommen. 2012 gingen die Immobilien an die Signa-Holding des österreichischen Immobilieninvestors René Benko. 2013 erwarb er dann die Mehrheit an den lukrativsten Teilen von Karstadt – den Sporthäusern und den Luxus-Häusern mit dem KaDeWe.

Von

rtr

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