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09.10.2016

09:22 Uhr

Kaiser's Tengelmann

Rewe scheint beim Übernahme-Poker zu gewinnen

Im Poker um die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann herrscht großes Schweigen. Doch nun sickern erste Details durch. Rewe darf nach einem Zeitungsbericht zahlreiche Filialen der angeschlagenen Supermarktkette übernehmen.

Im Poker um die Supermarktkette sickern erste Details durch. dpa

Kaiser's Tengelmann

Im Poker um die Supermarktkette sickern erste Details durch.

Berlin/MülheimEinige Filialen der angeschlagenen Supermarktkette Kaiser's Tengelmann könnten laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ an Rewe gehen. Das schrieb die Zeitung unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Derzeit verhandeln mehrere Parteien über die Zukunft der verlustreichen Supermarktkette. Eigentlich will der Branchenprimus Edeka, dessen Sprecher sich zu dem Bericht nicht äußern wollten, die Kette komplett übernehmen.

Beide hatten die Fusion vor etwa zwei Jahren beschlossen. Doch das Bundeskartellamt legte sein Veto ein. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hebelte das Zusammenschluss-Verbot über eine sogenannte Ministererlaubnis aus, die aber angesichts juristischer Auseinandersetzungen auf Eis liegt. Denn mehrere Wettbewerber von Edeka hatten gegen die Erlaubnis Beschwerde eingelegt.

Die Parteien wollen sich nun bis zum 17. Oktober auf eine Lösung verständigen, wie sie nach einem Krisengipfel vergangene Woche mitteilten. Ziel sei es, die umstrittene Ministererlaubnis für die Übernahme von Tengelmann durch Edeka umzusetzen. Dafür müssen die Wettbewerber aber ihre Beschwerden zurücknehmen. Die Frage ist, unter welchen Bedingungen sie das tun könnten.

Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ sollen Rewe, Norma und Markant einen zweistelligen Millionenbetrag von Tengelmann-Eigentümer Eriwan Haub bekommen. Rewe und Norma sollen auch einen Teil der rund 400 Filialen bekommen, die eigentlich an Edeka gehen sollten.

Edeka wollte sich zu dem Bericht der „Bild am Sonntag“ nicht äußern. Die Unternehmensgruppe Tengelmann war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die Beteiligten haben Stillschweigen vereinbart.

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