Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.11.2016

18:19 Uhr

Kaiser's Tengelmann

Verhandlungen auf Montag vertagt

Die Verhandlungen über eine Umsetzung des Schlichterspruchs für die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann ziehen sich hin. Ein Treffen am Freitag blieb ergebnislos und wurde auf den kommenden Montag vertagt.

Noch bleibt unklar, was mit der Kette passiert. dpa

Ungewisse Zukunft

Noch bleibt unklar, was mit der Kette passiert.

BerlinDie Verhandlungen über eine Umsetzung des Schlichterspruchs für die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann sind am Freitag ergebnislos geblieben. Sie seien auf Montag vertagt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP. Bereits im Vorfeld hatten Insider von schwierigen Gesprächen berichtet.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte am Montag eine Grundsatzeinigung zur Zukunft von Kaiser's Tengelmann verkündet. Demnach wurde im Schlichtungsverfahren unter Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) ein "Interessenausgleich" mit dem Handelskonzern Rewe erzielt, durch den der Marktführer Edeka Kaiser's Tengelmann doch noch übernehmen kann. Ein Teil der Filialen in Berlin mit einem Umsatz von 300 Millionen Euro soll laut Verhandlungskreisen an Rewe gehen.

Viele Detailfragen blieben aber offen 0150 etwa welche Filialen in Berlin Rewe übernehmen soll. Auch eine Abmachung über eine Aufteilung der Filialen in Nordrhein-Westfalen stand noch aus.

Rewe-Chef Alain Caparros: Rumpelstilzchen aus Kalkül

Rewe-Chef Alain Caparros

Premium Rumpelstilzchen aus Kalkül

Der Rewe-Chef hat die Macht, den Tengelmann-Deal durchzuwinken – oder alle Akteure zu blamieren. Nur wenn er bis zum 11. November die Klage gegen die Ministererlaubnis zurückzieht, kann Edeka die Supermärkte übernehmen.

Kaiser's Tengelmann soll seit zwei Jahren an Edeka verkauft werden. Das umstrittene Geschäft wurde vom Bundeskartellamt untersagt und von Gabriel mit einer Ministererlaubnis doch noch genehmigt. Dagegen klagten mehrere Wettbewerber. Zuletzt hielt nur noch Rewe seine Beschwerde gegen die Ministererlaubnis aufrecht. Sie soll bis zum 11. November zurückgezogen werden, wenn bis dahin alle Details der Einigung unter Dach und Fach sind.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×