Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.01.2014

14:58 Uhr

Kampf gegen Stellenabbau

Streik bei Lufthansa in Frankreich

Weil das Unternehmen Arbeit outsourcen will, kündigen Lufthansa-Mitarbeiter in Paris Streiks an. Mit der Arbeitsniederlegung wollen sie die Jobs am Flughafen Charles de Gaulle verteidigen.

Streik! In Deutschland waren Arbeitsniederlegungen bei Lufthansa im Frühjahr zwar vom Tisch, Mitarbeiter blieben an den Arbeitsplätzen. Doch in Frankreich steht eine Einigung mit der Gewerkschaft noch aus. dpa

Streik! In Deutschland waren Arbeitsniederlegungen bei Lufthansa im Frühjahr zwar vom Tisch, Mitarbeiter blieben an den Arbeitsplätzen. Doch in Frankreich steht eine Einigung mit der Gewerkschaft noch aus.

Paris/ FrankfurtWegen eines Streikaufrufs am Pariser Großflughafen Charles de Gaulle könnten ab Freitag bis zu 50 Lufthansa -Flüge ausfallen. Es gebe einen Streikankündigung des dortigen Bodenpersonals, von Freitagmorgen bis Sonntagabend die Arbeit niederzulegen, sagte eine Lufthansa-Sprecherin am Donnerstag.

Die Mitarbeiter in Paris protestieren gegen Pläne des Dax-Konzerns, die Fluggastabfertigung an einen externen Dienstleister auszulagern. Nach Angaben von französischen Gewerkschaften haben sich 84 Prozent der Angestellten für einen Ausstand ausgesprochen.

„Im Falle eines Streiks kann es zu Beeinträchtigungen des Lufthansa-Flugverkehrs von und nach Paris kommen“, sagte die Sprecherin. Passagiere sollten sich vor dem Abflug auf der Internetseite des Konzerns informieren, ob ihr Flug wie geplant abhebe. Die Lufthansa steuert den größten Flughafen Frankreichs 17 Mal am Tag an. Den Flugplan der größten europäischen Airline wird der Streik kaum durcheinanderbringen: Die Lufthansa bietet täglich 1700 bis 1800 Flüge an.

Um im harten Wettbewerb am Himmel mit Billigfliegern wie Ryanair oder neuen Konkurrenten wie Emirates zu bestehen, hat sich die Lufthansa einen harten Sparkurs verordnet. Dank der Anstrengungen will der Konzern sein operatives Ergebnis bis 2015 auf 2,3 Milliarden Euro erhöhen. Bereits Ende November hatten Lufthansa-Mitarbeiter in Frankreich gegen die Sparpläne des Konzerns protestiert. Wegen des dreitägigen Streiks strich die Fluglinie damals rund 100 Flüge. Auch über Weihnachten fielen vereinzelt Verbindungen aus.

Von

rtr

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Schaarschmidt

02.01.2014, 15:13 Uhr

Eins muss ich mal loswerden:Bitte liebe LH-Mitarbeiter des Check in Bodenpersonals in Paris,lernt wenigstens etwas deutsch.Wer bei einem deutschen Unternehmen arbeitet,sollte wenigstens ein paar Bocken der Muttersprache des Arbeitgebers beherrschen.Ich kenne umgekehrt keinen deutschen "Air France" Mitarbeiter in Frankfurt oder München,der nicht ein wenig französisch spricht.

Friesen96

03.01.2014, 17:16 Uhr

Leider wird so ein Streik gar nichts nuetzen, da dadurch nur schneller outgesourct wird. Sogar in Deutschland wird das ganze LH-Personal auf dezentralen Stellen umgewandelt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×