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24.01.2012

16:16 Uhr

Kapitalerhöhung

Etihad ist jetzt Großaktionär bei Air Berlin

Der Einstieg Etihads soll der Fluggesellschaft Air Berlin aus ihrer Finanzklemme helfen. Dem Unternehmen eröffnet sich die Option auf Kredite bis zu einer Gesamthöhe von 195 Millionen Euro.

Der Etihad-Vorstandsvorsitzende James Hogan (r) und Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender von Air Berlin. dpa

Der Etihad-Vorstandsvorsitzende James Hogan (r) und Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender von Air Berlin.

BerlinDie arabische Fluggesellschaft Etihad Airways ist jetzt Großaktionär bei Air Berlin. Die dazu nötige Kapitalerhöhung wurde am Dienstag vollzogen, teilte Air Berlin mit. Die zweitgrößte deutsche Airline gab dazu 31,6 Millionen neue Aktien zum Kurs von 2,31 Euro aus und erhielt dementsprechend 73 Millionen Euro. Air Berlin hält nun einen Anteil von 29,21 Prozent, vor der Transaktion waren es 2,99 Prozent.

Der Einstieg Etihads in großem Stil soll Air Berlin aus ihrer Finanzklemme helfen. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft kann bei Etihad außerdem in den nächsten fünf Jahren Darlehen bis zu einer Gesamthöhe von 255 Millionen US-Dollar (195 Mio Euro) aufnehmen. Beide Unternehmen hatten das geplante Geschäft am 19. Dezember bekanntgegeben. Für den Vollzug war aber noch die Genehmigung des Kartellamts notwendig.

Etihad und Air Berlin wollen ihre beiden Streckennetze möglichst schnell verbinden. Bis Mitte April wollen die beiden Partner von den Flughäfen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München wöchentlich 42 Verbindungen nach Abu Dhabi als Ziel oder Zwischenziel anbieten.

Von

dpa

Kommentare (1)

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24.01.2012, 19:24 Uhr

Das ist doch Richtungsweisend für die deutsche Luftfahrt.
Vor allem schlecht für die angeschlagene Lufthansa.
Denn von Seiten der DLH muß erst mal das Sparpaket von 1,5 Mrd. Euro ohne Streiks über die Bühne laufen, was es wegen der Vereinigung Cockpit und der Gewerkschaft nicht wird. Da lassen sich Flugausfälle wie 2007 bedingt durch die Streiks nicht verhindern. Des Weiteren wird durch die Krise am Golf der Ölpreis steigen.
Auch leistet sich die DLH viel zu viel Drumherum, wie Lounges für FQT-Card Inhaber die gar nicht Business-Class gebucht haben. Darüber hinaus gibt es einen viel zu alten Flugzeugpark, (Boeing 737-300/500), der auf der ohnehin defizitären Kurzstrecke operiert, und aus den späten 80ern, frühen 90ern stammt, und daher mehr Kerosin verbraucht, als neue B737-Next.
Die Etihad hat das Ziel, die Emirates zu übernehmen und damit wäre der Weg frei , das komplette Streckennetz in Europa zu kontrollieren.
Dann wäre es nur eine Frage der Zeit, wann die Saudis mit Airberlin auch die Lufthansa übernehmen.

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