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14.08.2013

21:11 Uhr

Kapitalpolster aufgebraucht

Lage bei Air Berlin immer dramatischer

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft dämmt ihren Verlust im zweiten Quartal ein. Doch von Entspannung kann keine Rede sein: Das Minus beim Eigenkapital hat sich mehr als verdoppelt.

Fluggesellschaft unter Druck

Air Berlins zahlreiche Baustellen

Fluggesellschaft unter Druck: Air Berlins zahlreiche Baustellen

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BerlinWolfgang Prock-Schauer bleiben bei Air Berlin kaum mehr als Durchhalteparolen. Die Fluggesellschaft kommt trotz drastischer Sparmaßnahmen nicht aus den roten Zahlen heraus. Unter ihrem neuen Chef Prock-Schauer kämpft die Airline zudem mit Gegenwind bei der Sanierung. Air Berlin halte an dem Ziel fest, mit dem Sparprogramm „Turbine“ in diesem Jahr 200 Millionen Euro einzusparen, sagte Prock-Schauer am Mittwoch.

„Wegen der gesamtwirtschaftlichen Eintrübung und des Marktumfeldes ist die Zielerreichung allerdings zunehmend anspruchsvoller geworden“, so der Österreicher. Ein konkretes Ergebnisziel nannte der seit Jahresanfang amtierende Air-Berlin-Chef am Mittwoch nicht, für weitere Auskünfte war Air Berlin nicht zu erreichen. Die Konzernführung hatte zuletzt für den Sommer eine Kehrtwende zum Besseren und für das Gesamtjahr operativ schwarze Zahlen versprochen.

Auch Anfang August sah Prock-Schauer Air Berlin auf dem richtigen Kurs. „Per heute haben wir bereits mehr als zwei Drittel unseres Sparziels für 2013 erreicht“, sagte er der Zeitung „Schweiz am Sonntag“. „Und ich bin zuversichtlich, das Gesamtziel zu erreichen.“

Im zweiten Quartal lag der operative Verlust (Ebit) bei acht Millionen Euro nach einem Fehlbetrag von 29 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Nach dem tiefroten ersten Quartal stand zur Jahresmitte rechnerisch jedoch immer noch ein operativer Verlust von fast 200 Millionen Euro zu Buche. Unter dem Strich konnte Air Berlin den Verlust auf 38 Millionen Euro eindämmen, nachdem vor Jahresfrist hier noch ein Minus von 99,8 Millionen Euro gestanden hatte.

Nach einer übereilten Expansion und hohen Verlusten hat sich der Lufthansa-Konkurrent eine Rosskur verordnet, dem jede Zehnte der 9000 Stellen zum Opfer fällt. Der Personalabbau werde wie geplant vorangetrieben, zum Monatsende Juli habe die Fluggesellschaft 300 Vollzeitstellen abgebaut. 80 Prozent der für 2013 eingeplanten Ergebnisbeiträge des Sparprogramms „Turbine“ seien bereits abgesichert, sagte Prock-Schauer.

Kommentare (26)

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Mazi

14.08.2013, 20:29 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie beim Thema.

Account gelöscht!

14.08.2013, 20:34 Uhr


Meines Erachtens hat das rein gar nichts mit der Bundesregierung zu tun, sondern einzig und allein mit dem Management.
*
Der mSanierer Mehdorn hat die Deutsche Bahn kaputt saniert, die Air Berlin in den Ruin getrieben und mach nun auf "dicke Hose" am Flughafen Berlin - Brandenburg.

Account gelöscht!

14.08.2013, 20:42 Uhr

Wahrscheinlich könnte Mehdorn sogar Coca Cola in den Ruin treiben.

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