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13.01.2010

19:09 Uhr

Kapitalspritze

Paris unterstützt La Poste im Wettbewerb

Die französische Regierung wappnet den staatlichen Brief- und Paketdienstleister La Poste gegen die Konkurrenz der Deutschen Post. Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft mit weiterhin staatlichen Besitzern soll 2,7 Mrd. Euro für Modernisierungen einbringen. Gewerkschaften wittern eine schleichende Privatisierung.

Protestanten stellen sich gegen die geplanten Änderungen bei La Poste. Reuters

Protestanten stellen sich gegen die geplanten Änderungen bei La Poste.

HB PARIS. Frankreich kann La Poste mit 2,7 Mrd. Euro für die Modernisierung und den Wettbewerb mit der Deutschen Post AG stärken. Die Kapitalerhöhung wird mit der Umwandlung des Postdienstes in eine Aktiengesellschaft mit staatlichen Eignern zum 1. März erfolgen. Das Postgesetz wurde am späten Dienstagabend nach mehr als 100 Stunden Debatten abschließend vom Parlament gebilligt.

"Dieser Text gibt die Mittel, die Zukunft von La Poste und einen Öffentlichen Dienst von Qualität zu garantieren", erklärte die Regierungspartei UMP am Mittwoch.

Die Opposition forderte eine Volksabstimmung über die Umwandlung der Postdienste in eine Aktiengesellschaft, weil sie darin eine Vorstufe zu einer Privatisierung wie bei France Télécom oder Gaz de France sieht. Die Regierung erwägt auch die Umwandlung der Nachrichtenagentur Agence France Presse nach dem Vorbild von La Poste in eine Aktiengesellschaft mit staatlichen Eignern.

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