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13.09.2014

10:12 Uhr

Karstadt

Bleibt Ihr Karstadt-Haus noch erhalten?

Erstmals seit der Übernahme verhandelt der neue Karstadt-Eigentümer René Benko mit den Mitarbeitern. Nicht alle können bleiben, der Aufsichtsrat hat bereits harte Sanierungspläne angekündigt. Wer steht auf Benkos Liste?

Die Karstadt-Unternehmens-Leitung wird am Freitag mit Arbeitnehmervertretern über die künftige Bezahlung der rund 17.000 Mitarbeiter verhandeln. AFP

Die Karstadt-Unternehmens-Leitung wird am Freitag mit Arbeitnehmervertretern über die künftige Bezahlung der rund 17.000 Mitarbeiter verhandeln.

EssenErstmals seit der Karstadt-Übernahme durch den österreichischen Investor René Benko wollen Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter über die künftige Bezahlung der Beschäftigten verhandeln.

Die Tarifgespräche seien für kommenden Freitag in Göttingen geplant, sagte Arno Peukes, Vertreter der Gewerkschaft Verdi im Karstadt-Aufsichtsrat, der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ, Samstagsausgabe). Der Spielraum scheint begrenzt: Auf einer Krisensitzung hatte der Aufsichtsrat am Donnerstag über eine harte Sanierung beraten, die eine Senkung von Personal- und Sachkosten vorsieht und Standortschließungen einkalkuliert.

Die angeschlagene Warenhauskette hatte unter dem früheren Eigentümer Nicolas Berggruen eine „Tarifpause“ verkündet. Die bundesweit rund 17.000 Karstadt-Beschäftigten sollten auf Lohnsteigerungen aus der Tarifrunde für die Einzelhandelsbranche verzichten. Die Pause soll aus Sicht von Verdi nun beendet werden.

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„Unser Ziel ist, dass Karstadt schnell wieder in den Tarifvertrag zurückkehrt und eine Standort- und Beschäftigungssicherung zusagt“, sagte Peukes der „WAZ“.

Benko hatte die Kaufhauskette im August für einen symbolischen Euro von Berggruen übernommen. Seit Wochen wird über Stellenabbau und Filialschließungen spekuliert.

Erst am Donnerstag hatte der Aufsichtsrat die Weichen für einen harten Sanierungskurs gestellt. Das Karstadt-Management hatte ein entsprechendes Konzept vorgestellt, das unter anderem Einsparungen bei Sach- und Personalkosten vorsieht. Auch die Schließung von Filialen wurde nicht ausgeschlossen. Karstadt hat rund 17 000 Beschäftigte.

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