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Karstadt-Eigner

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Nicht nur Meisterwerke

Wer in Benkos Firmengeflecht tiefer eintaucht, findet aber nicht nur Meisterwerke wie dieses. So bestätigte die Signa Anfang 2015 einen Zeitungsbericht, wonach das Unternehmen aus einer Partnerschaft mit Benny Steinmetz aussteige. Der Diamantenhändler bekäme einige der Karstadt-Filialen und Signa im Gegenzug die Anteile an den Premiumkaufhäusern KaDeWe in Berlin, Oberpollinger in München und Alsterhaus in Hamburg. Es entstand der Eindruck, diese Häuser gehörten ihm fortan allein.

Doch dieser Eindruck ist nicht ganz richtig. Laut Handelsregister gab es seit 2014 einen neuen Mitgesellschafter - eine Liechtensteiner Stiftung namens INGBE mit Sitz in Vaduz. Ein nicht unwesentlicher Umstand, wenn man bedenkt, dass die drei Objekte Ende 2015 zusammen gut eine Milliarde Euro wert waren. Wer als Finanzier hinter der Stiftung steht, hält Benko geheim. Ein Signa-Sprecher versicherte, es handele sich um einen seriösen Investor, der aber nicht genannt werden wolle.

Anlass für Fragen bietet auf den ersten Blick auch die Kapitalerhöhung der Signa Prime Anfang Oktober. „Um die erfolgreiche Wachstumsstrategie des Unternehmens nachhaltig verfolgen und das Portfolio an außergewöhnlichen Immobilien ausbauen zu können“, erklärt das Unternehmen in einer Mitteilung, sei das Aktionärskapital des Unternehmens um eine Milliarde auf über vier Milliarden Euro erhöht worden.

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Bei einigen Bankern und im Umfeld von Benko hatte die Mitteilung den Eindruck erweckt, der Signa-Familie fließe eine Milliarde frisches Kapital in bar zu. Das aber stimmt so nicht ganz. Zunächst einmal handelt es sich im Kern nicht um eine Barkapital-, sondern um eine Sachkapitalerhöhung. Die Signa Prime übernimmt die Anteile an vier GmbHs und gibt dafür Aktien im Gegenwert von rund einer Milliarde Euro aus.

Eine dieser Gesellschaften, die an die Prime gehen, soll Aktien im Gegenwert von rund 330 Millionen Euro wert sein. Sie bringt Anteile an Immobiliengesellschaften mit. Bisheriger Eigentümer: eine Stiftung von Benkos Familie und die Signa Holding. Gut ein Drittel der Kapitalerhöhung fließt also nicht in Cash, sondern in Form von Immobilien.

Die zweite Gesellschaft bringt eine Forderung gegen ihre Gesellschafter in Höhe von knapp 600 Millionen Euro mit zur Signa Prime, die noch in diesem Jahr beglichen werden soll. Der Gesellschafter ist mit einem Anteil von 95 Prozent eine Tochter der Signa Holding.

Ein Signa-Sprecher erklärt, dass die Verbindlichkeit teilweise an externe Investoren weitergereicht worden sei, unter anderem an den Bauunternehmer Haselsteiner. Das heißt aber auch: Die Kapitalerhöhung verbleibt zum Teil bei der Signa Holding, also in der Familie.

Kommentare (1)

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Herr Ferdinand Loeffler

14.11.2017, 17:45 Uhr

Die Dame und die Herren Redakteure müssen doch wissen, dass ein nicht wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen, nicht dadurch witschaftlich wird, dass man es einfach so unwirtschaftlich weiter wirtschaften lässt. Deshalb ist das Dauergejammer um Arbeitsplätze vollkommen fehl am Platz. Die überzähligen Mitarbeiter sind heute schon verkappte Arbeitslose und je länger sie es sind, desto schmerzhafter wird der Einschnitt, wenn das Ende kommt. Karstadt ist auf dem Weg und Kaufhof mag sich dem anschließen. Ansonsten droht zunächst ein Schrecken ohne Ende, der aber doch schrecklich enden würde. Wer hat hier Fragen und welches Interesse diese zu stellen?

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