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23.01.2015

12:13 Uhr

Karstadt-Immobilien

Benko sichert sich die besten Standorte

Einem Medienbericht zufolge ändern sich die Besitzverhältnisse der Karstadt-Immobilien. Die Holding-Partner Rene Benko und Beny Steinmetz teilen die Häuser neu auf, Benko sichert sich dabei einige Filetstücke.

Interne Neuordnung bei Karstadt: Rene Benko bekommt die Nobelhäuser – und die für Käufer interessante Immobilie in Stuttgart. Reuters

Interne Neuordnung bei Karstadt: Rene Benko bekommt die Nobelhäuser – und die für Käufer interessante Immobilie in Stuttgart.

WienKarstadt-Eigentümer Rene Benko und sein israelischer Partner Beny Steinmetz gehen künftig getrennte Wege. Benkos Gesellschaft Signa übernehme die Immobilien der drei Nobelhäuser KaDeWe in Berlin, Oberpollinger in München und Alsterhaus in Hamburg, bestätigte ein Signa-Sprecher am Freitag einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Format". Dem österreichischen Investor gehörten künftig auch die Karstadt-Immobilien in der Stuttgarter Fußgängerzone und am Berliner Kurfürstendamm. Der Diamantenhändler Steinmetz erhalte im Gegenzug die 20 klassischen Karstadt-Immobilien in verschiedenen deutschen Städten, die bislang im Besitz einer gemeinsamen Holding waren. Diese 20 Häuser wolle Benko langfristig mieten, hieß es weiter.

Benko hatte das Warenhaus-Geschäft des Traditionskonzerns im vergangenen August zum symbolischen Preis von einem Euro von dem Milliardär Nicolas Berggruen übernommen. Auch die Luxus- und Sport-Häuser hatte Benko vollständig unter seine Kontrolle gebracht. Er hat dem Kaufhof -Konkurrenten eine Rosskur verordnet, den Mitarbeitern stehen Einschnitte bevor, Arbeitsplätze stehen auf der Kippe, sechs Standorte sollen geschlossen werden. Darunter ist auch das Haus in Stuttgart, dessen Immobilie sich Benko nun sicherte.

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Karstadt will Urlaubs- und Weihnachtsgeld streichen, Verdi ist aber nicht zu einem Verzicht bereit. Die Verhandlungen sind ins Stocken geraten. Eine Einigung gab es nur für die sechs Filialen , die 2015 schließen.

Die Gewerkschaft Verdi hatte Benko vorgeworfen, die Schließungspläne hätten nicht mit der Sanierung des Konzerns zu tun. Vielmehr solle die attraktive Immobilie in bester Innenstadtlage für andere Zwecke genutzt werden. Das Warenhaus in Stuttgart biete "Potenzial für Filialisten, welche nach innerstädtischen Flächen suchen", hatte Benkos Signa Holding bereits erklärt.

Die angeschlagenen Warenhäuser sind auch unter Benko bislang nicht in Schwung gekommen - sie verzeichneten im November und Dezember einen Umsatzrückgang von rund sechs Prozent, hatte Vorstandsmitglied Miguel Müllenbach erklärt. Auch Benkos Premium-Häuser verzeichneten Umsatzrückgänge. KaDeWe, Oberpollinger und Alsterhaus verbuchten im Geschäftsjahr 2012/13 (per Ende September) einen Umsatzrückgang auf 336,7 (Vorjahr: 342,7) Millionen Euro, wie aus am Donnerstag im Bundesanzeiger veröffentlichten Geschäftszahlen von Karstadt Premium hervorgeht. Immerhin arbeiteten die Häuser wieder profitabel - ein Gewinn von 4,7 Millionen Euro stand in den Büchern, im Vorjahr war es noch ein Verlust von 7,6 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2013/14 rechnete die Gesellschaft den Angaben zufolge erneut mit einem Verlust, 2014/15 soll dann wieder ein Gewinn erzielt werden.

Von

rtr

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