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27.10.2016

17:14 Uhr

Karstadt und Kaufhof

Warenhäuser verkaufen keine Horror-Clownsmasken mehr

Ein Trend aus den USA schwappt herüber: Seit Tagen häufen sich die Berichte über Angriffe von Grusel-Clowns auf Passanten in Deutschland. Karstadt und Kaufhof haben nun die Horror-Clownsmasken aus dem Sortiment genommen.

Die Übergriffe der Hobby-Clowns nahmen zuletzt zu. dpa

Umstrittener Trend aus den USA

Die Übergriffe der Hobby-Clowns nahmen zuletzt zu.

Köln/EssenMindestens zwei große Händler haben auf die Angriffe von Horror-Clowns reagiert. Nach Kaufhof strich nun auch Karstadt entsprechende Masken und Kostüme aus dem Sortiment, wie eine Sprecherin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Am Mittwoch waren die „Horrorclown“-Masken und -Kostüme noch in einem Werbe-Prospekt abgedruckt, der mehreren Zeitungen beilag. In der Online-Version waren die entsprechenden Seiten am Donnerstag nicht mehr zu finden.

Galeria Kaufhof hatte die Horror-Clown-Maske „aufgrund der aktuellen Ereignisse“ bereits am Montag bundesweit aus dem Verkauf genommen, wie ein Kaufhof-Sprecher mitteilte. Der Kostümgroßhändler Deiters hingegen verkauft die Masken weiterhin. „Wir haben die Grusel-Clowns schon immer im Sortiment. Sie machen aber nur einen geringen Anteil bei uns aus“, sagte Geschäftsführer Björn Lindert.

Grusel-Clowns: Polizei erwartet Übergriffe an Halloween

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Vor zunehmenden Übergriffen gewalttätiger Grusel-Clowns hat der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, gewarnt. Opfer sollten umgehend die Polizei rufen und jeden Fall anzeigen.

Vor allem in den vergangenen Tagen war die Zahl teils folgenreicher Attacken durch die Clowns deutlich gestiegen. Die Gewerkschaft dere Polizei (GdP) äußerte Verständnis für Opfer, die sich gegen die Angriffe verteidigten. „Wenn ein Horror-Clown mit einem Baseballschläger um die Ecke kommt, dann muss er damit rechnen, dass ich mich wehre“, sagte der NRW-Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Arnold Plickert. „Das ist nichts anderes als Notwehr. Dafür habe ich Verständnis.“

Zwar sei eine solche Abwehr erlaubt, selbst wenn der Angreifer verletzt werde. Dennoch dürfe das Maß nicht aus dem Auge verloren werden, schränkte Plickert ein. „Auch Notwehr hat ihre Grenzen“, sagt er. „Wenn ich mit einer erhobenen Faust erschreckt werde, kann ich den Täter nicht erschießen“. Zuletzt hatten sich bei einigen der rund 200 bereits gemeldeten Vorfälle die Opfer gewehrt, unter anderem mit einem Hammer und der Faust.

Zuletzt war unter anderem ein Fall aus Hamm bekannt geworden. Dort setzte sich ein 15-Jähriger erfolgreich gegen einen bewaffneten Horror-Clown zur Wehr, nachdem dieser ihn am Mittwochabend mit einem Schlagstock ausgerüstet erschreckt hatte. Der Jugendliche vertrieb ihn mit Schlägen ins Gesicht, wie die Polizei mitteilte.

Von

dpa

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