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23.01.2008

15:27 Uhr

Kaufhauskonzern

Woolworth kündigt fast 1 000 Mitarbeitern

Der Kaufhauskonzern Woolworth hat mit seinem angekündigten Stellenabbau begonnen und 911 Mitarbeitern gekündigt. Dabei wird es nach dem Einstieg des britischen Finanzinvestors Argyll Partners allerdings nicht bleiben.

HB FRANKFURT. Es werden insgesamt 1 650 Stellen in Deutschland abgebaut. Das entspricht fast einem Drittel der Vollzeitstellen. "Im Wesentlichen ist der Abbau bereits vollzogen", sagte ein Sprecher von Woolworth Deutschland am Mittwoch. Die Stellen fielen in der Verwaltung und in den 337 Filialen weg. Mit der Umstrukturierung will Woolworth nach Angaben aus Konzernkreisen einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag einsparen.

Rund 600 Beschäftigte hätten bereits über normale Fluktuation das Unternehmen verlassen. Hinzu kämen 911 Kündigungen, die größtenteils bereits vollzogen seien, sowie 380 Änderungskündigungen, bei denen Mitarbeiter von Vollzeit- auf Teilzeitstellen wechseln müssen. "Bis Mitte des Jahres wird der Prozess beendet sein", sagte der Sprecher. Schon kurz nach dem Kauf im Herbst des vergangenen Jahres hatten die Verhandlungen über die Stellenkürzungen begonnen. Neben den Kündigungen wird auch der Einkauf sowie die Logistik innerhalb des Konzerns umgebaut.

Die Arbeitnehmervertretung zeigte sich dennoch erleichtert: "Die Zahl der Entlassungen ist deutlich geringer als die anfangs angekündigte. Wir waren von 1 500 Vollzeitstellen ausgegangen, die gekürzt werden sollten. Da bei Woolworth auch Teilzeitkräfte arbeiten, wären dann rund 2500 Kollegen betroffen gewesen", sagte der stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende Uwe Hielscher-Godau dem ZDF.

Der Kaufhauskonzern hatte im vergangenen Jahr scharfe Einschnitte und den Abbau von rund 1 650 Stellen in Deutschland angekündigt. Filialen würden aber nicht geschlossen. Bereits zum Jahresende hatte die Kaufhauskette ihre Führung von einer Doppelspitze auf einen Geschäftsführer reduziert.

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