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03.01.2014

13:49 Uhr

Keine Ausfälle

Lufthansa-Streik in Paris abgebrochen

Nach nur einem Tag beenden die Lufthansa-Mitarbeiter in Paris ihren Streik auch schon wieder. Damit bleibt der Luftverkehr von und in die französische Hauptstadt am Wochenende von Ausfällen verschont.

Bereits Ende November hatten Lufthansa-Mitarbeiter in Paris gegen den Sparkurs des Konzerns protestiert. dpa

Bereits Ende November hatten Lufthansa-Mitarbeiter in Paris gegen den Sparkurs des Konzerns protestiert.

FrankfurtLufthansa -Passagiere müssen am Wochenende nicht um ihre Flüge nach Paris bangen: Die Mitarbeiter der Airline am Flughafen Charles de Gaulle brechen ihren Streik bereits nach einem Tag ab. Der Arbeitsausstand ende am Samstagmorgen um 4.45 Uhr, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Auch die Arbeitsniederlegung am Freitag habe den Lufthansa-Verkehr nicht aus dem Takt gebracht. „Die Flüge von und nach Paris finden statt.“

Die Lufthansa steuert den Airport 17 Mal am Tag an. Das Lufthansa-Bodenpersonal am größten Flughafen Frankreichs wollte die Arbeit ursprünglich drei Tage lang bis Sonntagabend ruhen lassen, um gegen die geplante Auslagerung von Jobs an externe Dienstleister zu protestieren. Nun sollten die Verhandlungen mit den Gewerkschaften weitergehen, weitere Gesprächstermine seien bereits angesetzt, sagte die Sprecherin.

Das sind die neuen Flieger der Lufthansa

Spritsparende Modelle

Die Lufthansa hat im Herbst 2013 für 14 Milliarden Euro die neuesten Langstrecken-Jets von Boeing und Airbus bestellt. Die Airline deckt sich mit zweistrahligen Langstrecken-Jets ein, die wesentlich weniger Sprit verbrauchen sollen als derzeitige Modelle. Das ist wichtig, da die Tankrechnung einer der größten Kostenposten der Airline ist. Mit 300 bis gut 400 Sitzen sind die neuen Flieger eine Nummer kleiner als das Lufthansa-Flaggschiff, der Airbus A380.

A350 – Leichtbauweise und neue Triebwerke

Der A350 ist das neueste Kind des europäischen Flugzeugbauers: Erstmals hob der Jet mit zwei Triebwerken im Juni ab. Das vollkommen neu konstruierte Flugzeug besteht zur Hälfte aus Verbundwerkstoffen, die das Gewicht senken. Die Leichtbauweise und neue Triebwerke sollen dafür sorgen, dass der Spritverbrauch im Vergleich zu heutigen Maschinen um ein Viertel sinkt.

A350 – Platz für bis zu 350 Passagiere

Im A350 haben je nach Variante 270 bis 350 Passagiere Platz. Der von der Lufthansa bestellte Typ A350-900 zählt 314 Sitze. Derzeit liegen 707 Bestellungen für den laut Listenpreis bis zu gut 320 Millionen Dollar teuren Prestigeflieger vor. Das erste Exemplar soll 2014 an Qatar Airways ausgeliefert werden.

777X – Lufthansa Erstkunde?

So weit wie Airbus ist Boeing mit seinem Nachfolger des Bestsellers 777 lange nicht. Offiziell ist der Bau der zweistrahligen Maschinen noch nicht beschlossen - der US-Hersteller sammelt derzeit noch Bestellungen ein. Die Lufthansa hat gute Chancen, Erstkunde für die sogenannte 777-9X zu werden. Auch Emirates spielt eine Großorder durch. Die Auslieferung der Jets dürfte erst Ende des Jahrzehnts starten.

777X – 20 Prozent weniger Kerosinverbrauch

Die von der Lufthansa favorisierte Variante zählt 414 Sitze. Nach der Pannenserie beim Dreamliner 787 setzten die Boeing-Ingenieure aber nicht ganz so viel neue Technologie ein. Nicht das ganze Flugzeuge, sondern lediglich die Flügel und die Triebwerke werden neu konstruiert. Damit soll der Kerosinverbrauch um 20 Prozent sinken. Das Flugzeug ist eine Fortentwicklung des Bestsellers 777, der seit den 90er Jahren fliegt.

Bereits Ende November hatten Lufthansa-Mitarbeiter in Paris gegen den Sparkurs des Konzerns protestiert. Wegen des dreitägigen Streiks strich die Kranich-Fluglinie damals rund 100 Flüge. Auch über Weihnachten fielen vereinzelt Verbindungen aus.

Die Lufthansa hat sich eine harte Sanierung verordnete, um im Wettbewerb mit Billigfliegern wie Ryanair oder neuen Konkurrenten wie Emirates nicht den Anschluss zu verlieren. Ziel der Rosskur ist es, das operative Ergebnis bis 2015 auf 2,3 Milliarden Euro zu erhöhen.

Von

rtr

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