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06.01.2008

10:50 Uhr

Keine Einigung im Tarifstreit

Das Tauziehen bei der Bahn geht weiter

Millionen Pendler können erst einmal aufatmen: Am Montag wird es keine neuen Bahnstreiks geben. Das Tauziehen zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL dauert aber unvermindert an. Am Dienstag gehen die Verhandlungen in die nächste Runde.

Vorsicht Hochspannung: Noch ist der Tarifkonflikt zwischen den Lokführern und der Bahn nicht entschärft. Foto: Archiv Quelle: ap

Vorsicht Hochspannung: Noch ist der Tarifkonflikt zwischen den Lokführern und der Bahn nicht entschärft. Foto: Archiv

HB BERLIN Bahnreisende müssen am (morgigen) Montag keine Streiks befürchten. Nach einem weiteren Gespräch mit Bahnvertretern am Wochenende verzichtet die Lokführergewerkschaft GDL darauf, den Personen- und Güterverkehr erneut lahmzulegen. Vielmehr vereinbarten beide Seiten weitere Gespräche ab Dienstag. GDL-Chef Manfred Schell hielt sich die Streikoption aber ausdrücklich offen. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee zeigte sich am Samstag dennoch vorsichtig optimistisch, dass der Tarifkonflikt bald beendet sein wird.

Schell erklärte, nach Lage der Dinge gehe er nicht von einem Scheitern der Gespräche am Dienstag aus. „Es ist aber immer noch möglich, wenn die Bahn nicht beim Entgelt nachlegt.“ Am Montag werde die GDL die bisherigen Angebote durchrechnen und sich damit auf die neue Gesprächsrunde vorbereiten. Ein Tarifvertrag solle bis Ende Januar erreicht werden.

Eine Lösung wurde dagegen beim zweiten Hauptstreitpunkt eines eigenständigen Tarifvertrages für die Lokführer gefunden. Schell nannte keine Details. Er sagte aber: „Wir sind absolut eigenständig. Wir sind für die Lokomotivführer zuständig.“ Er bot für kommende Tarifrunden an, dass mit den beiden anderen Gewerkschaften gemeinsame Lohnforderungen erhoben werden.

Tiefensee räumte ein, dass die Entgeltfrage der ungelöste Hauptstreitpunkt sei. Aber die Gespräche hätten eine Dynamik erreicht, dass eine Lösung in dem seit zehn Monaten anhaltenden Tarifstreit „greifbar nahe“ sei. „Man wird - im Bilde gesprochen - die Uhr anhalten,“ sagte der SDP-Politiker.

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