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28.01.2004

12:21 Uhr

Keine konkreten Prognosen zur Preisentwicklung möglich

Niedrige Ticketpreise drücken Ryanair-Gewinn

Der beinharte Preiskampf der Billigflieger fordert seinen Tribut: Sinkende Ticketpreise haben der irischen Billigfluglinie Ryanair erstmals Gewinneinbußen beschert, teilte die Fluglinie am Mittwoch mit. Die Aktie verzeichnete daraufhin massive Kursverluste.

HB DUBLIN. Im Gesamtjahr 2003/2004 rechnet das Unternehmen mit zehn Prozent weniger Gewinn. Aktuell ist der Ertrag je Passagier um 30 % rückläufig, dennoch will Ryanair sein aggressive Preisstrategie fortsetzen. Zudem drohen der Airline Millionen-Rückzahlungen infolge einer am Dienstag erwarteten EU-Entscheidung zu staatlichen Subventionen für Ryanair.

Die Aktie der nach eigenen Angaben größten europäischen Billigfluggesellschaft ging nach der ersten Gewinnwarnung in der Geschichte des Unternehmens am Mittwoch auf Sinkflug und verlor ein Fünftel ihres Wertes. Auch andere Luftfahrtpapiere gaben nach. Die Aktie des größten Konkurrenten Easyjet büßte fünf Prozent ein. Die Aktien von Lufthansa und des Touristikkonzerns TUI verloren auch vorübergehend.

Das für seinen aggressiven Expansionskurs mit extrem niedrigen Ticketpreisen bekannte Unternehmen wies wie erwartet für sein drittes Quartal (Oktober bis Dezember) eine Gewinnsteigerung um zehn Prozent aus, wobei sich die Zahl der Passagiere um mehr als 54 % erhöhte. Für das am 31. März endende Geschäftsjahr 2003/2004 geht Ryanair jedoch davon aus, dass der Nettogewinn vor Sonderposten um bis zu zehn Prozent auf rund 215 Mill. € (Vorjahr: 239 Mill. €) sinken wird. Als Grund nannte Ryanair-Chef Michael O'Leary in der Mitteilung sinkende Erträge infolge der immer niedrigeren Ticketpreise. Der Gewinn je Passagier werde im vierten Quartal (Januar bis März) um 25 bis 30 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgehen.

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