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24.08.2015

14:42 Uhr

Kinder-Ernährung

Foodwatch will Werbung für ungesunde Lebensmittel verbieten

Für die Organisation Foodwatch ist eine Selbstverpflichtung von Unternehmen für „verantwortliches Kindermarketing“ gescheitert. Foodwatch will nun ein Verbot von Werbung für ungesunde Kinderlebensmittel.

Der Geschäftsführer der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, Thilo Bode. Die Organisation will Werbung für ungesunde Lebensmittel verbieten lassen. dapd

Verbraucherschutz

Der Geschäftsführer der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, Thilo Bode. Die Organisation will Werbung für ungesunde Lebensmittel verbieten lassen.

BerlinDie Verbraucherschutzorganisation Foodwatch und Gesundheitsexperten haben ein Werbeverbot für ungesunde Kinderlebensmittel gefordert. „Freiwillige Maßnahmen, die Kindermarketing verantwortungsvoller gestalten sollen, sind gescheitert“, sagte der Experte für Kinderernährung bei Foodwatch, Oliver Huizinga, am Montag in Berlin.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) müsse dafür sorgen, dass nur noch gesunde Lebensmittel an Kinder vermarktet werden dürfen. Nötig sei eine Regelung auf Basis von Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO, die in diesem Jahr veröffentlicht wurden, sagte Huizinga. Das sogenannte Nährstoff-Profiling der WHO hilft, Lebensmittel je nach ihrem Gehalt an Fetten, Zucker und Salz in Kategorien einzuteilen. Regierungen können das Modell als Grundlage für Werbeverbote nutzen.

2007 verpflichteten sich Unternehmen zu einem verantwortungsvollen Marketing für Kinderlebensmittel. Laut einer Foodwatch-Studie erfüllen 90 Prozent der Lebensmittel der Unterzeichner in Deutschland die WHO-Kriterien nicht. Aus Sicht der Verbraucherschützer sind diese Kriterien zu „lasch“. An die Selbstverpflichtung halten sich die Unternehmen laut einem Bericht aber weitgehend.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Herr Herbert Wolkenspalter

24.08.2015, 17:06 Uhr

Es gibt keine per se ungesunden Lebensmittel außer wenn sie verdorben sind, Alkohol, Konservierungsstoffe oder Pflanzenschutzmittlrückstände in gewissen Mengen enthalten enthalten oder eigene Gifte produzieren (z.B. Pilze). Alles andere ist eine Frage der Menge und Ausgewogenheit, die nicht durch jedes einzelne Lebensmittel erreicht sein muss. Es ist eine erzieherische Fehlleistung von Foodwatch, auf Grundlage abstruser Ernährungspostulate zu bestimmen, was ungesund ist. Foodwatch benötigt selber mehr Ernährungsbildung auf sachlicher Grundlage, die auch ganz allgemein kein Fehler ist. | Die unkontrollierteste Verarbeitung von Lebensmitteln dürfte übrigens in der häuslichen Küche stattfinden (z.B. beim Braten/Überhitzung, statistisch auch bei der Hygiene), während die Industrie auf Spezifikationen der Rohstoffe achtet, Laboranalysen der fertigen Produkte macht und hygienisch überwacht wird. Was drin ist, steht der Menge nach geordnet auf jeder Einzelhandespackung drauf.

Frau Ich Kritisch

24.08.2015, 17:19 Uhr

und alles schmeckt auch immer schön gleich.

da lob ich mir dann doch die eigene Küche - mit gelegentlichen Fehlern.

Aber bei mir schmeckt eine Lasagne anders als ein Steak - und eintopf oder Gulasch je nach zutaten immer etwas anders.

Frau Ich Kritisch

24.08.2015, 17:27 Uhr

Mal ganz davon abgesehen, dass ich Werbung für Lebensmittel per se als unnötig betrachte, bin ich doch der Ansicht, das Werbung niemanden zum Kauf zwingt. Was man für seine Kinder kauft entscheiden immer noch die Eltern selbst. Und wenn die ihre Kinder ungesund ernähren, dann sollte man die Eltern aufklären und nicht die Werbung verbieten.
Ja, unsere Kinder/Jugendlichen werden immer dicker. Das liegt aber nicht an der Werbung sondern an fehlender Zeit. Da wird schon dem 2-jährigen für die Kitta die Milchschnitte eingepackt und der joghurtzwerg oder der Kuh-Pudding weil den Eltern diue Zeit fehlt morgens ein Brot zu schmieren, Quark anzurühren oder einen Pudding zu kochen. Die Kleinsten werden damit groß, dass es abends was aus der Microwelle oder vom Schnellrestaurant gibt. Da kann niemand erwarten, dass sich die Jugendlichen anders verhalten. Da wird halt mal was vom Bäcker geholt - und ein süßes teilchen schmeckt oft besser als eine mit Majo geschmiertes brötchen.

Sorg dafür, das Väter oder Mütter zeit für die Familie haben, kochen und backen können und ihr bekommt von ganz allein wieder schlankere Menschen.

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